Jim Dine ist ein außergewöhnlicher Künstler, der mit einer schier endlosen Bandbreite unterschiedlichster Kunstformen arbeitet: Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung, Malerei, Skulptur, Prosa und Lyrik, Performance und – für Jim Dine ein besonders wichtiges Medium – Buch. Anders als viele Künstler:innen, die sich auf ein einzelnes Medium konzentrieren, hat Dine, seit seiner ersten künstlerischen Arbeit in der Schulzeit und schließlich über sieben Jahrzehnte hinweg, verschiedenste Materialien und Arbeitsweisen ausprobiert und deren Grenzen immer wieder bewusst überschritten.
In Dog on the Forge, dem hier vorliegenden Buch, das Dines Ausstellung im Palazzo Rocca bei der Biennale in Venedig begleitet, ist er diesem Prinzip treu geblieben: Er erfindet seine mittlerweile klassischen Motive wie Venus und Pinocchio, Werkzeuge, Herzen und Selbstporträts ganz neu und verbindet sie zu einer eklektischen Kombination verschiedener Materialien, indem er zum Beispiel Bronze bemalt oder Kollagen auf Leinwand bringt. Es entstehen Kunstwerke von rastloser, bisweilen rasender Energie, die spannende Einblicke in Dines unermüdliche Kreativität ermöglichen.
Jim Dine
Jim Dine wurde 1935 in Cincinnati, Ohio geboren. Er ist als Maler, Bildhauer und Grafiker tätig. Seine Werke wurden vielfach in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt; sie zählen zum Bestand der wichtigsten Museen und Sammlungen weltweit. Bei Steidl erschienen u.a. die Bände Tools (2018), The Secret Drawings (2020), Electrolyte in Blue (2021), I Print. Catalogue Raisonné of Prints, 2001–2020 (2021), Viral Interest (2021) und Grace and Beauty (2022).
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