Eine kluge, überraschende und unterhaltsame Hommage an das Schräge, das Starke und das wunderbar Unangepasste.
Dieser schöne, reich illustrierte Band zeigt, dass die Natur mehr drauf hat als nur Heterosexualität und Kleinfamilie und uns mehr erzählen kann als die klassischen Lehrbücher dies bislang getan haben:
Was hat das Annaberger Haubenstrupphuhn mit Selbstbestimmung und eine Hyänenklitoris mit dem Patriarchat zu tun? Stehen Rentiere auf Drogen? Und wussten Sie, wie viele Reproduktionsorgane in einem Regenwurm stecken?
Queere Tiere stellt Lebewesen vor, die unsere Vorstellungen von Geschlecht, Sex, Fortpflanzung und Macht ordentlich durchschütteln. Ein rebellischer Blick auf die natürliche Ordnung oder das, was wir bislang dafür hielten.
Mit Witz und Wissen, illustriert mit biestig-charaktervollen Tierporträts, erzählt dieses Buch von Lebewesen, die nicht in Normen passen – und uns gerade dadurch etwas über uns selbst lehren. Eine kluge, überraschende und unterhaltsame Hommage an das Schräge, das Starke und das wunderbar Unangepasste.
Das längst überfällige Buch für alle, die Tiere lieben und das Leben in all seinen Facetten feiern.
Magda Wystub
Magda Wystub (Jg. 1972) hat schon immer gezweifelt: an Gott, an traditionellen Wertvorstellungen und vor allem an ihrem Biologielehrer. Ein Studium der Kultursoziologie hat das Ganze nicht besser gemacht. Heute dreht sie künstlerische Dokumentarfilme über das, was die Gesellschaft gerne übersieht. Ansonsten verbringt sie jede freie Minute in der Natur und staunt über all die wundervollen Lebewesen um sie herum.
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»Magda Wystub und Justin Time zeigen, dass die (Tier-)Welt erheblich vielfältiger ist als oft behauptet. Und sie machen freundlich darauf aufmerksam, wie sehr Voreingenommenheit und machtgestützte Besserwisserei die Sicht trüben kann. Ihre Tier-Parade zeigt auch stilistisch, wie es besser geht: Es ist keine Belehrung, sondern eine gut gelaunte Einladung, die Augen zu öffnen, ein großes Vergnügen und gleichzeitig eine ernste Sache in Zeiten, in denen so viele Arten sterben und reaktionäre Kräfte immer lauter behaupten, queeres Leben sei wider die Natur.«
(Sabine Rohlf, Berliner Zeitung)
»›Queere Tiere‹ ist bemerkenswert, weil es nicht nur unterhaltsam ist, durch die hervorragende Innengestaltung und fantastischen Illustrationen von Justin Time glänzt, sondern auch echte Erkenntnisse über die Kreativität und Vielschichtigkeit der Tierwelt vermittelt. Es enthält Informationen, die einen staunen lassen – und gleichzeitig übt das Buch konkrete Kritik an den bisherigen Forschungsansätzen. Teils hätte ich mir noch eine politischere, aktivistischere Sprache gewünscht, die die Kritik noch deutlicher macht.
(Jojo Streb, queer.de)
»Wunderschön queer, humorvoll und informativ geschrieben mit tollen Zeichnungen präsentiert dieses Buch eine bunte Mischung verschiedener Tiere, darunter viele die vom Aussterben bedroht sind.«
(trans*fabel)
»Das Buch ist ein frontaler Angriff auf die traditionellen Wertevorstellungen, die menschliche Einfalt. Es stellt so manche vermeintlich naturwissenschaftliche Selbstverständlichkeit in Frage und ist ein Plädoyer für den Schutz der natürlichen Vielfalt. Es ›zeigt, wie viel mehr in der Tierwelt steckt als hetero-norm und Kleinfamilie‹, so der Verlag. Ein ideales Geschenk, das garantiert Freunde bereitet.«
(Klaus Jetz, LSVD+)
»Bücher wie dieses erhalten in der heutigen Zeit wieder mehr Bedeutung, wo Politik und Gesellschaft die Rechte von queeren Menschen erneut einschränken oder als eher nebensächlich betrachten. Es ist wichtig zu zeigen, dass Queersein und andere Dinge, die man eher nur bei Menschen vermutet, durchaus in der Natur breit vorhanden sind und nicht ›gegen die natürliche Ordnung verstoßen‹. Zudem kommen in dem Buch vor allem Tiere vor, die gefährdet sind, wodurch es zusätzlich Aufmerksamkeit auf das Artensterben lenkt und auch auf den Klimawandel und den menschlichen Einfluss darauf.«
(Carla Schreiber, Der Rabe Ralf)
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»Die ›natürliche Ordnung‹ von Männchen und Weibchen, von hetero-norm und Kleinfamilie ist obsolet, es herrscht die totale sexuelle Freizügigkeit. Schwule Pinguine, geschlechtswechselnde Rifffische, Zwitterschnecken, Geschlechtspartner fressende Oktopusse, selbstbefruchtende Komodowarane, lesbische Japanmakaken und intergeschlechtliche Maulwürfe – dies ist nur eine kleine Auswahl der Tiere, die in diesem Buch vorgestellt werden. Was uns die Tiere bei ihrer sexuellen Vielfalt und Freiheit voraushaben? Die Diversität stört sie nicht.«
(Matthias Schneider, Strapazin)
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»Empathie ist das Leitgebot. Autorin Magda Wystub lädt zu einer Reise in die queere Tierwelt. Von Anemone bis Weißwedelhirsch hat sie eine wunderschön illustrierte Enzyklopädie zusammengestellt.«
(Annabelle Georgen, L-mag)
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