Ein früher zivilisationskritischer Roman, mehrfach verfilmt
Leutnant Glahn, aus dem Militär verabschiedet, erzählt in Ich-Form in 38 kurzen Kapiteln von einem wenige Jahre zurückliegenden Sommer, den er in einer Jagdhütte im Nordland verbracht hat. Die Erinnerungen sind geprägt durch eine aus heutiger Sicht sehr schwärmerische Beziehung zur Natur sowie durch eine auf Grund seines zerrissenen Charakters wechselhafte bis unglückliche Beziehung zu seinen Mitmenschen, vor allem dargestellt durch seine Liebesbeziehungen zu drei jungen Frauen. Der Roman wird durch einen fünf Kapitel umfassenden Epilog abgeschlossen, in dem Glahn in Indien stirbt.
»Knut Hamsuns Roman Pan enthält viel Wunderliches, aber ein heller Schimmer von Poesie strahlt aus dem Buche. Eine so innige Freude an der Natur, ein so unmittelbarer Zusammenhang mit ihr, ein so meisterhaftes Eindringen in alle ihre Reize und Geheimnisse ist wenigen gegeben. Hamsun ist ein Landschaftsmaler ersten Ranges mit der Feder.« [Neue Freie Presse, Wien, 1922]
Knut Hamsun
1859-1952
Klassiker der Weltliteratur Zeitgeschichtliche Hintergründe Gesellschaft und Normen Individuum und Gesellschaft