Großes literarisches Zeitzeugnis zum 2. Warschauer Aufstand
Anna Świrszyzyńskas Gedichte über den Warschauer Aufstand sind außergewöhnlich.
Sie hatte das Aufbegehren der Widerstandsbewegung gegen die deutschen
Besatzer 1944 hautnah als Sanitäterin miterlebt. In ihren 1974 auf Polnisch erschienenen
lyrischen Reflexionen zeigt sie die brüchige menschliche Existenz inmitten
eines großen Menschheitsdramas. Mit klarer, sachlicher Sprache zeichnet sie Porträts
gewöhnlicher Menschen, von Männern, Frauen, Kindern und Greisen – »beim
Bauen der Barrikade«, im Kugelhagel, beim Lieben und beim Sterben.
Der Literatur-Nobelpreisträger Czesław Miłosz schrieb über den Gedichtband seiner
Landsfrau: »Sowohl in der polnischen Dichtung als auch in der Weltliteratur
nimmt dieser Band einen besonderen Platz ein, als poetische Reportage von einem
Ereignis, das zu den großen Tragödien des 20. Jahrhunderts gehört.«
Anna ŚWIRSZYZYŃSKA
ANNA ŚWIRSZYZYŃSKA (1909-1984)
lebte bis zur Zerstörung Warschaus
1944 ebenda und verbrachte ihr restliches
Leben in Krakau. Ihre Gedichtbände
erschienen zwischen 1958 und
1985. Ich habe eine Barrikade gebaut
zählt zu ihren bekanntesten Werken.
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