Im Jahr 2020 findet ein Historiker in einem Berliner Archiv einen Stapel Notizhefte. Er ist schockiert, als er merkt, dass er die Geschichte der nächsten dreißig Jahre vor sich hat. Könnte das wirklich die Geschichte der Zukunft sein? Gleich im ersten Heft steckt eine Botschaft der „Interviewerin”, eines Teenagers namens Billy, in der es heißt, die Notizen seien Aufzeichnungen von Gesprächen, die sie im Jahr 2050 in London mit ihrer Großmutter Nancy geführt hat. Wir hören vom großen SHOCK, von der Ära der Herrschaft der Populisten, die dann durch die „Ethnarchen” ersetzt werden. Wir lesen von der Automatisierung und der großen Transformation, von verrückten neuen Moden und einer neuen Art von Massenunterhaltung. Billy protokolliert die Gespräche nicht nur, sondern macht auch ihre eigenen Anmerkungen dazu. Und allmählich stellt sich heraus, dass sie mitten in ihrem eigenen ganz realen Drama steckt, denn sie bekommt wegen der Aufzeichnungen Ärger mit der Sicherheitspolizei. Sie
muss sich beeilen, wenn sie die Vergangenheit ändern will, um die Zukunft zu retten ...
Nominiert für den Deutscher Jugendliteraturpreis 2021
»Im Stil einer Dokumentation zeigt Hardings dystopischer Text […], wie weitreichend verantwortungsloses Handeln in Klimafragen sich auswirken kann. Für Billy sind die Aufzeichnungen Geschichtsschreibung, für heutige Lesende sind sie
ein Ausblick in eine mögliche Zukunft. Vor allem aber sind sie ein intelligent arrangierter und ästhetisch beeindruckend gestalteter Hybridtext, der das Beharren auf die eigene Komfortzone in Frage stellt.«
Begründung der Kritikerjury
Edmund Jacoby
Nachricht aus der Zukunft Nominiert für den Deutscher Jugendliteraturpreis 2021 Historisches Dokument Kassiber