Erzählungen prägen die menschliche Erfahrung seit jeher. Als universelle, kulturübergreifende Praxis begleiten sie die Geschichte der Menschheit und spiegeln die vielfältigen Versuche wider, Lebenswelten zu beschreiben und Sinn zu stiften. Von frühesten mündlichen Überlieferungen bis hin zu modernen, technologiebasierten Medien formen Geschichten unser Verständnis der Welt.
Ein moderner und integrierender Storytelling-Begriff verweist gleichermaßen auf den Einsatz von statischen als auch dynamischen Medienformen. Die Darstellungs- und Rezeptionssituationen dieser – zum Teil multimodalen – Medien beeinflussen hierbei auch die spezifischen Formen des Erzählens. Medien prägen Reichweite und Wirkungsumfang des Narrativen.
Die Beiträger*innen des vorliegenden Bandes gehen daher der Frage nach, welche möglichen Formen und Interpretationen das transdisziplinäre Storytelling umfasst und wie dieses Konzept für eine ästhetische Perspektivierung fruchtbar gemacht werden kann.
Lars C. Grabbe
Prof. Dr. Lars C. Grabbe studierte Philosophie, Soziologie und Neue Deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 2011 promovierte er an der Technischen Universität Chemnitz zu »Georg Simmels Objektwelt. Verstehensmodelle zwischen Geschichtsphilosophie und Ästhetik.« Ab 2010 war er Lehrbeauftragter für »Theorie und Geschichte symbolischer Formen« am Institut für Kunst-, Design- und Medienwissenschaften der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. 2014 wechselte er zudem an den Fachbereich Design der Fachhochschule Münster als Dozent für Medientheorie und Kommunikation. Dort ist er seit Juni 2017 Professor für Theorie der Wahrnehmung, Kommunikation und Medien. Forschungsschwerpunkte: Phänosemiose, Medientheorie und -philosophie, Bildwissenschaft, Wahrnehmungstheorie, Kommunikationstheorie, Ästhetik, Filmwissenschaft.
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