Mit der posthumen Veröffentlichung liegt nun das letzte abgeschlossene Buch von Rainer Klis vor. Und wieder sind es bodenlose Geschichten, die uns der Autor auftischt. Genüsslich nötigt er seine Leser*innen, sich mit ihm in den Untiefen des Daseins herumzutreiben. Ehe man sich’s versieht, zieht es einen hinein in die schrägen Lebens- und Gedankenwelten all der Gestalten, mit denen der sächsische Schriftsteller auf Du und Du steht. Aber der Blick auf die aufsässigen Hinterwäldler bleibt durchwachsen: Einerseits sind sie ihrer Heimat rettungslos verfallen, zugleich fühlen sie sich irgendwie beiseitegestellt.
Gestalten aus der Halbwelt, geschliffener Stil, pointierte Dialoge und völlig unsentimental – Kurzprosa wie ein Stammtischabend im Dorfgasthof.
Rainer Klis
Rainer Klis (1955–2017) war Schriftsteller und Buchhändler. Er reiste durch die halbe Welt und ließ seine Erlebnisse in Geschichten einfließen. Er schrieb Erzählungen, Romane und eine Reihe von Reisereportagen. Ihm wurde die Meisterschaft der kleinen Form attestiert, seine gebrochenen Helden blieben ein Markenzeichen. Als Autor debütierte er 1983 im Mitteldeutschen Verlag mit Miniaturen.
Belletristik Erzählungen Gegenwartsliteratur Sachsen sächsischer Autor Mitteldeutschland späte Liebe Provinz Indianer Hohenstein-Ernstthal Kurzprosa sozialer Abstieg Älterwerden Schwermut Ironie
»Reisegeschichten, wie sie für gewöhnlich nicht im Buche stehen.«
Ralf Junke, Leipziger Zeitung, 22. Juli 2024
»Man könnte ihn auch einen „sächsischen Bukowski“ oder „ostdeutschen Helge Timmerberg“ nennen. Eine flotte Schreibe und eine unbändige Liebe zu den schrägen Typen zeichnet seine meist nur drei, vier Seiten langen Erzählungen aus.«
Welf Grombacher, Nordkurier, 23. Juni 2024
»Rainer Klis hat eine funkelnde Kurzprosa von seltener Güte und Vielfalt hinterlassen.«
Klaus Müller, Ossietzky, 18. Mai 2024
()