Ein lebendiges Bild sächsischer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart
Seit Jahrhunderten bewirtschaften die Rohdes den Rohdehof, der in einem Braunkohlentagebaugebiet Sachsens liegt. Wie in Herrscherhäusern erbt der Erstgeborene den Betrieb, und dieser Mann heißt in der Familientradition immer Richard. So erzählt der Roman über gut zweihundert Jahre aus dem Leben der Richard Rohdes, von deren Lieben und Leiden, dem Gehöft und von dessen Untergang. Henner Kotte konnte auf Aufzeichnungen des sagenhaften Regionalautors Erdmann Ferwaß zurückgreifen, so dass die geschilderten Episoden sich sowohl thematisch als auch stilistisch den Zeiten anpassen. Sie pendeln zwischen kolportagehafter Liebesgeschichte hin zur leidvollen Kriegserzählung und Persiflage, sie sind tragisch, dramatisch und voller Humor.
Henner Kotte
Henner Kotte (1963–2024) lebte seit 1984 in Leipzig. Er hat Germanistik in Leipzig, Moskau, Stuttgart und Dresden studiert. Heute ist Kotte Schriftsteller, u. a. von Krimis, Kulturredakteur, Theaterkritiker und Stadtführer in Leipzig und hat eine eigene Lesereihe „Nicht drängeln an der Kuchentheke“ im Café Eigler.
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»Henner Kotte hat einen heiter-melancholischen Heimatroman geschrieben, der vor allem vom Verlust der Heimat erzählt. Er handelt aber auch von der Kraft des Erzählens. Und die wirkt selbst dann noch, wenn die Bagger längst weitergezogen sind und die alte Heimat unter einer meterhohen Wasserdecke begraben liegt. Es muss nur jemand die Geschichte zu erzählen wissen – so wie Henner Kotte.«
Tino Dallmann, MDR Kultur, 12. April 2021
»Es wird ein kraftvoll erzähltes lebendiges Bild der sächsischen Geschichte gezeigt.«
ekz.bibliotheksservice, 10. Mai 2021
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