Von den »Meistern des Mangels« zu den Hoffnungsträgern der Marktwirtschaft.
Wirtschaft in der DDR – das waren nicht nur die volkseigenen Kombinate, HO-Geschäfte und Genossenschaften, sondern auch eine Vielzahl kleiner privater Handwerksbetriebe, die in der Mangelwirtschaft Reparaturen, Dienstleistungen und Waren anboten. Als letzte Überreste privaten Wirtschaftens wurden sie nach dem Fall der Mauer unversehens zu Hoffnungsträgern der Transformation. Trotz enormer Risiken behaupteten sich erstaunlich viele von ihnen in der Marktwirtschaft. Eine Welle von Neugründungen und die Abwicklung der großen VEBs hatten zur Folge, dass in den frühen 1990er Jahren mehr Ostdeutsche im Handwerk arbeiteten als in der Industrie.
Alexia Pooth
Alexia Pooth ist Kunst- und Kulturhistorikerin und war bis Mai 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Seitdem ist sie wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen moderne und zeitgenössische Kunst der Ruhr-Universität Bochum. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Ausstellungs- und Sammlungspolitiken im geteilten Deutschland, der Geschichte der documenta sowie Wohnen, Handwerk und Architektur.
Wirtschaftsgeschichte Handwerk Wende Industriegeschichte DDR Geschichte Handwerkerstolz Gründungsboom Friedliche Revolution 1989/90 90er Jahre Feierabendarbeit Eigentum Nachwendezeit Lehrzeit Ausbildung
»Mit ihrer vielschichtigen historischen Analyse öffnet die Lektüre einen Raum für eine offene und vorurteilsfreie Debatte des gelebten Lebens in der DDR.« Annette Walter
Annette Walter ()