Der Pergamonaltar, das Markttor von Milet, die Löwen von Babylon, die Büste der Nofretete - das alles sind Schätze, die wir heute in deutschen Museen bewundern. Woher stammen diese Werke? Wann und unter welchen Umständen sind sie nach Deutschland gekommen? Sind wir eigentlich die rechtmäßigen Besitzer dieser weltberühmten Kulturgüter? Jürgen Gottschlich und Dilek Zaptcioglu-Gottschlich unterziehen die Geschichte archäologischer Ausgrabungen und ihres Abtransports ins Deutsche Kaiserreich einer eingehenden Prüfung. Im Mittelpunkt stehen die Expeditionen berühmter Ausgräber wie Carl Humann, Theodor Wiegand und Robert Koldewey einerseits und die überwiegend nationalistischen Motive ihrer Beutezüge im Dienst des Kaisers andererseits. Ging es in der Raubkunst-Debatte bislang eher um Kunstwerke aus afrikanischen und asiatischen Kolonien, wird hier erstmals ein Buch zu archäologischen Funden im ehemaligen Osmanischen Reich vorgelegt. Genauso wichtig wie die Forderung nach Restitution ist dabei die Frage: Wie machen wir das Weltkulturerbe möglichst vielen Menschen zugänglich?
Jürgen Gottschlich
Jürgen Gottschlich, Jahrgang 1954, studierte Philosophie und Publizistik, war Mitbegründer der tageszeitung und ist seit 20 Jahren Korrespondent der taz in Istanbul. Im Ch. Links Verlag erschienen u.a. »Türkei. Erdogans Griff nach der Alleinherrschaft« (2016) und »Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier« (2015).
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»Das Buch ›Die Schatzjäger des Kaisers‹ erzählt hochspannend, wie skrupellos sich der Westen im Orient antike Kunst besorgte.«
Christiane Schlötzer ()
»So spannend wie ein Abenteuerroman.«
Luise Loges ()
»Das liest sich genauso spannend, wie der Titel es verspricht, ist aber gleichzeitig eine differenzierte Sicht auf das Thema.«
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»Sie beschreiben detailliert, gestützt auf deutsche und türkische Quellen, wie der Pergamonaltar, das Markttor von Milet, die Prozessionsstraße Babylons und andere einzigartige Kunstwerke aus dem Osmanischen Reich nach Deutschland gerieten.«
Michael Sontheimer ()
»Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur gegenwärtigen Restitutionsdebatte.«
Udo Weber ()
»Spannend ist dieser flüssig geschriebene Ritt durch die europäischen Beutezüge im Osmanischen Reich und die deutsche Museumsgeschichte bis in die Gegenwart.«
Hanna Schneck ()