Ein Feuerwerk aus Mord und Schönheit
Zweifellos, sie sind große Weltliteratur, die Sagas der Isländer. Freilich: Die Wikinger-Geschichten von Raufbolden, Dichtern, Königen, Ausgestoßenen und Berserkern hatten in Deutschland bisher noch kein großes Publikum gefunden. Denn so erstaunlich modern ihre Charaktere und Geschichten auch sind – die Erzählstrukturen des 10. und 11. Jahrhunderts stellen für viele ein Lesehindernis dar.
Ähnlich wie einst Gustav Schwab für die griechischen Sagen hat sich nun Tilman Spreckelsen für die isländischen die Aufgabe gesetzt, die grandiose Geschichte von Grettir, dem Ausgestoßenen, die Nationalsaga von Njal, die des rauf lustigen Dichterhelden Egil, die der zwischen zwei Männern hin und hergerissenen Gudrun und die des gedemütigten Hühnerthorir so nachzuerzählen, dass ihr Kern erhalten bleibt, aber die Geschichten für jedermann lesbar sind.
Eine Reise zu den Originalschauplätzen inspirierte Kat Menschik zu einer großen Bilderfolge, die als Ausstellung in Museen und Galerien geht und den Band aufs Prächtigste illustriert.
Tilman Spreckelsen
ilman Spreckelsen wurde 1967 in Kronberg/Ts. geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg und arbeitet heute als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er hat die Anthologie ›Mein Vater, der Held. Vom Glanz und Elend des Vatertums‹ herausgegeben. Im S. Fischer Verlag erschien die Sammlung ›Augenblicke. Geschichten vom Sehen‹, im Fischer Taschenbuch Verlag die Bände ›Du bist mein Mond. Geschichten und Gedichte‹ und ›Der dämonische Liebhaber. Unheimliche Geschichten‹. Tilman Spreckelsen ist Herausgeber der ›Bücher mit dem blauen Band‹ bei Fischer. Sein erfolgreicher erster Kriminalroman ›Das Nordseegrab‹ wurde mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum 2014 ausgezeichnet, mit ›Der Nordseespuk‹ und ›Der Nordseeschwur‹ setzte er seinen Erfolg fort.
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