Jabbar Abdullah Abdullah Raqqa am Rhein

Raqqa am Rhein

von Jabbar Abdullah

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Beschreibung

Von Raqqa am Euphrat nach Köln am Rhein – der beschwerliche Weg aus Krieg und Repression in die Freiheit Der syrische Autor Jabbar Abdullah nahm 2012 an den ersten Demonstrationen an seiner Uni in Aleppo teil und musste zusehen, wie das Regime von Bashar Al-Assad dem Arabischen Frühling mit blanker Gewalt begegnet. Als er sich auf die riskante Flucht nach Europa begibt, liegen große Teile des Landes bereits in Trümmern, wenig später übernehmen die Terroristen des IS das Ruder. Ein Zeugenbericht mit einem Vorwort von Illja Trojanow
Jabbar Abdullah ist Autor und Archäologe. Dank dieser doppelten Kompetenz vermag er in seiner autobiografischen Erzählung „Raqqa am Rhein“ zwei Gesellschaften kritisch zu durchdringen: die syrische und die deutsche. Es ist ein Buch über Aufbruch und Ankunft, über zerstörte Freiheitsträume und hoffnungsvolle Neuanfänge. Im Zentrum stehen zunächst Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend im Zeichen der Diktatur, nahe der nordsyrischen Stadt Raqqa und der Alltag einer Dorfgemeinschaft am Euphrat. Später erkunden die Leser*innen an der Seite des Autors das unzerstörte Aleppo, erfahren die ersten friedlichen Proteste 2011 an der dortigen Universität ebenso wie deren brutale Niederschlagung durch das Assad-Regime. Mit Hilfe von Augenzeugenberichten erhalten die Leser*innen zudem einen Einblick in die skrupellosen Methoden der syrischen Geheimdienste bzw. das Leben unter der Willkürherrschaft des IS in Raqqa nach 2014. Doch Abdullah berichtet auch über seine neue Heimat Deutschland. Detailliert und humorvoll beschreibt er die ersten Schritte in einer zunächst fremden Gesellschaft und Sprache. Dabei hinterfragt der Autor die landläufigen Konzepte von Integration und Herkunft, reflektiert den Freiheitsbegriff und hält auch manch überraschenden Perspektivwechsel bereit.

Autor*in

Jabbar Abdullah
Jabbar Abdullah ist Archäologe, Autor und Kurator aus Syrien. Bereits Ende 2012, mit 24 Jahren musste er aus Raqqa nach Alexandria fliehen. Dort studierte er im Master und kam 2014 nach Köln, wo er seitdem lebt. Zusätzlich zu seiner Arbeit im Römisch-Germanischen Museum ist er sehr aktiv in der Syrisch-Deutschen Kulturszene. Er kuratiert Kunstausstellungen und Literaturfestivals und engagiert sich für Kulturaustausch und erfolgreiche Integration. Neben zahlreichen Aktionen, die er initiiert hat, ist er außerdem Mitbegründer und zweiter Vorsitzender des Vereins 17_3_17, der sich die Förderung des Austauschs deutscher und syrischer Kultur zum Ziel gesetzt hat.

Themen in »Raqqa am Rhein«

Syrien Flucht Integration

Stimmen zu »Raqqa am Rhein«

"Das Buch gibt komplexe Sachverhalte in einer klar verständlichen, an manchen Stellen sogar poetisch anmutenden Sprache, mit Hilfe verschiedener Stilmittel, wieder. Gleichzeitig werden wesentliche geschichtliche wie aktuelle Aspekte beider Länder adressiert, mit der Intention der Annäherung der Kulturen. Dasselbe macht Abdullah als Kurator in regelmäßigen Literatur- und Kunstprojekten. Der Autor lässt Nähe zu, ist ehrlich und authentisch. Er bezieht klare Positionen ohne sich von seiner jeweiligen Umgebung beirren zu lassen. „Ich mag Köln, ich bin am Euphrat. Ich bin am Rhein. Ich vermische mich mit ihm. Ich lebe hier und ich will hier wie alle anderen weiterleben.“ „Raqqa am Rhein“, ist trotz vieler zerstörter Hoffnungen und Enttäuschungen, ein Appell an die Freiheit und das (Zusammen)Leben.” - Natalia Almuiña Fernández
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Details

ISBN: 9783962020590
Verlag: Sujet
Erscheinung: 2025

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