Robert Prosser Prosser Phantome

Phantome

von Robert Prosser

Roman

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Beschreibung

»Robert Prosser erzählt kenntnisreich und vielstimmig von Menschen zwischen zwei Welten. Es ist mir kein Roman eines jungen Autors bekannt, der sich so leidenschaftlich mit der europäischen Wunde Bosnien auseinandersetzt.« Karl-Markus Gauß Robert Prosser schildert ein fast vergessenes Kapitel der jüngeren Geschichte: Der Jugoslawienkrieg, der die letzte große innereuropäische Flüchtlingswelle auslöste, dessen Verbrechen bis heute nicht aufgearbeitet sind und der in die Generation der Kinder der Geflüchteten nachwirkt. Anisa flüchtet 1992 aus Sarajewo nach Wien. In den beginnenden ethnischen Säuberungen hat sie ihren Vater zurückgelassen. Auch von ihrem Freund Jovan, einem bosnischen Serben, der zum Militärdienst eingezogen wurde, konnte sie sich nicht verabschieden. Jahrzehnte später reist Anisas Tochter Sara auf den Spuren ihrer Mutter nach Bosnien-Herzegowina.
Das Panorama des Jugoslawienkriegs in Phantome spiegelt die Problematik der aktuellen Flüchtlingskrise
Robert Prosser tritt mit einer multimedialen Performance zu seinem Buch europaweit auf

Autor*in

Robert Prosser
Robert Prosser, geboren 1983 in Alpbach/Tirol, lebt dort und in Wien. Studium der Komparatistik und Kultur- und Sozialanthropologie. Aufenthalte in Asien, in der arabischen Welt und in England. Osterreichischer Kurator von Babelsprech zur Förderung junger deutschsprachiger Dichtung. Er wurde unter anderem mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Land-Niederösterreich-Literaturpreis und Publikumspreis Wartholz 2016, Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung 2014, Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin 2014, Reinhard-Priessnitz-Preis 2014. 2013 erschien sein Debutroman Geister und Tattoos und er fungierte als Mitherausgeber von Lyrik von Jetzt 3 (Wallstein, 2015).

Themen in »Phantome«

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Stimmen zu »Phantome«

"grandioser Roman"
Caroline Rosales ()

„Dieses packende Buch ist eine präzise Vermessung unserer konfliktreichen Gegenwart“
Katja Gasser ()

"...wie Robert Prosser in Phantome Vergangenheit und Zukunft verschränkt und sich auf Spurensuche begibt, das ist ganz großes Kino und unbedingt lesenswert."
()

„ein äußerst eindringlicher Roman, ein sprachmächtiges Werk von ethnographischer Genauigkeit und Verve, das zusammenhangreiche Einblicke in Geschichten bietet, die unweit von Österreich und dennoch in unendlicher Entfernung geschehen sind.“
Klaus Zeyringer ()

„…ein ausgesprochen mutiges und bewegendes Buch […], das kundtut, wie sich eine jüngere Generation mit den Gespenstern der Vergangenheit konfrontiert, ohne sich davon die eigene Zukunft verdüstern zu lassen. Es ist die Kernaufgabe jeder Generation, für die Würde und die Hoffnung zu kämpfen und sich dafür eine rebellische Einstellung zu bewahren.“
Beat Mazenauer ()

„…mit seinem emotionalen Buch schafft [Robert Prosser] einen Balanceakt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zeichnet ein plastisches Bild der damaligen Geschehnisse in Bosnien und lässt den Leser tief ergriffen, mit einem wachsenden Bewusstsein für die eigene europäische Geschichte zurück“
Sally-Charell Delin ()

„Robert Prosser hat mit ›Phantome‹ einen wichtigen und eminent politischen Roman vorgelegt, der gerade in Zeiten verengter Wahlkampfrhetorik an die katastrophalen Folgen von ethnisch und religiös motivierten Kriegen erinnert.“
Florian Baranyi ()

„Robert Prosser gehört zu den besten deutschsprachigen Autoren der jüngeren Generation, erst recht mit seinem neuen Roman ›Phantome‹“
Angelo Algieri ()

„…ein immens politischer Roman über die Überwindung von Fremdheit, das Schweigen zwischen den Generationen und den dünnen Firnis unserer Zivilisation, der jederzeit reißen kann, wie Prosser am Beispiel der jüngeren Geschichte in Bosnien überzeugend zu zeigen vermag.“
Ralph Gerstenberg ()

„Es ist ein zorniger Roman geworden, den Robert Prosser geschrieben hat, über die großen Verwundungen, über das Halt- und Bodenlose, eben über die Folgen eines kaum aufgearbeiteten Krieges, dessen Verletzungen noch lange nachwirken. Ein starker, kraftvoller Text, der es in diesem Bücherherbst zu Recht auf die Longlist zum Buchpreis geschafft hat.“
Elke Schlinsog ()

„Robert Prosser, dieser erstaunliche junge Mann, interessiert sich für Menschen. Er fragt, liest, sammelt, fühlt mit - und macht daraus einen Roman, der über sein Thema hinausweist. Eine Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Hoffnung und Rückschlägen, von Entmenschlichung und Solidarität, egal welcher Krieg gerade die Ursache des Leids ist.“
Sandra Trauner ()

„Es geht um Verletzungen und aufkeimende Hoffnung, Alltägliches, Außerordentliches, Brutales und Berührendes, Geglücktes und grandios Gescheitertes. Dabei sind es zumeist die kleinen Momente, die Prosser interessieren, vermeintliche Nebensächlichkeiten, die er immer wieder zu beeindruckenden und beeindruckend vielsagenden Miniaturen ausgestaltet, in denen sich Schönheit und Schrecken, Zauber und Verzweiflung bisweilen bedrohlich nahe kommen. Kurzum: ›Phantome‹, ein Roman weniger über Krieg als darüber, was Krieg mit Menschen macht, ist ein ebenso ambitioniertes wie gelungenes Buch.“
Joachim Leitner ()

„Mit „Phantome“ hat der junge österreichische Schriftsteller Robert Prosser einen packenden und überaus informativen Roman über den Balkan-Krieg der Neunziger Jahre vorgelegt."
()

Details

ISBN: 9783961010097
Verlag: Ullstein fünf
Erscheinung: 15.08.2017

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