Etwas ist passiert mit Peach. Blut läuft an ihren Beinen entlang, und der Geruch von verbranntem Fleisch klebt an ihrer Haut. Das Gehen tut weh, aber sie wankt nach Hause zu ihren Eltern, die nichts bemerken. Die beiden können sowieso gerade die Finger nicht voneinander lassen und haben außerdem ein neues zuckersüßes Baby.
Peach muss sich selbst wieder zusammenflicken, damit sie zur Schule gehen und ihren Freund Grün treffen kann. Aber es ist unmöglich, Schlaf zu finden, wenn man vom Bild eines weit aufgerissenen Mundes verfolgt wird, unmöglich zu arbeiten, wenn verkohltes Wurstfett die Nase füllt, und zu essen, wenn der Bauch straff geschwollen ist. Peach beginnt zu verstehen, was sie Grausames tun muss, um darüber hinwegzukommen …
In ihrem brillanten Debütroman drückt Emma Glass das Unaussprechliche mit atemberaubender Klarheit und Verve aus. Intensiv körperliche, sinnliche, rhythmische Prosa – Peach ist eine visionäre literarische Stimme.
Emma Glass
Körper Opfer Rache Stalking Tabu Trauma Täterin Vergewaltigung sexueller Missbrauch
»Eine ungeheuer talentierte junge Autorin. Ihre Furchtlosigkeit lässt einen wieder an die Kraft der Literatur glauben. In diesem dunklen poetischen Mythos nimmt Emma Glass es mit den großen Themen auf: Gut und Böse, Gewalt, Vergebung.« – George Saunders
»›Peach‹ ist eine kurze und brutale Erzählung über sexuelle Gewalt und die Traumata, die daraus folgen, mit deutlichen Anklängen an Eimear McBride. Eine erschütternde Geschichte, aber die Sprache funkelt, und der Roman ist außerordentlich ergreifend.« – Observer, ›The Best Fiction For 2018‹
»Die Schwingungen ihrer Sprache erinnern an Spoken-Word-Performances. Mit rhythmischem Fluss, Wortspielen und großer Präzision schlägt Glass eine Brücke zwischen Poesie und Prosa.« – Irish Times
»Eine brillant surreale Erzählung, die Genregrenzen sprengt. Dieses Buch muss man verschlingen.« – Vogue, ›What To Read This Spring‹
»Glass’ kunstvolles Schreiben erinnert an James Joyces experimentelle Prosa, atemberaubend gekonnt. Die abgeschnittenen Sätze und obsessiven Wiederholungen öffnen ein schreckenerregendes Fenster in eine frisch traumatisierte Seele. Mit Absätzen, die sich lesen wie Gedichte, ist dies ein denkwürdiger Eintritt in den Kanon der Racheerzählungen.« – Kirkus Reviews
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