“Trans*textual Shakespeare: The Arabic and Persian Pre-texts of Romeo and Juliet” widmet sich persischen und arabischen Re * source-Texten von Shakespeares “Romeo und Julia” (ca. 1595). Es geht von der These aus, dass Shakespeare-Quellenstudien bislang den Einfluss arabischer und persischer Quellen auf Shakespeares Tragödien und auch Komödien (absichtlich) ignoriert haben. Diese Studien konzentrierten sich bislang hauptsächlich auf europäische Quellen Shakespeares Arbeit. Dies deutet darauf hin, dass die Shakespeare-Quellenforschung in westliche kulturelle und literarische Hegemonie eingebettet ist – und zwar als Ergebnis eines kolonialen Diskurses und der Politik rassistischer und religiöser Repräsentationen. Taghrid Elhanafy argumentiert jedoch, dass sich Textualitäten und deren Wissen in der Frühen Neuzeit reibungslos zwischen dem Osten und dem Westen bewegt haben. Taghrid Elhanafy schlägt daher vor, das Verständnis von „source“ als re*source sowie des „concept of influence“ zu überdenken.
Taghrid Elhanafy
Taghrid Elhanafy (Ägypten) hat einen MA in Intercultural Anglophone Studies und promoviert an der Universität Bayreuth zu Wissensbegegnungen zwischen Europa und der MENA Region in der elisabethanischen Literatur. Im Rahmen der Forschungsgruppe zu Shakespeares afrikanischen und asiatischen Quellen forscht sie über arabische und persische Quellen von Shakespeares Romeo und Juliet. Darüber hinaus arbeitet sie zu Migrationsliteratur in Arabisch und Mahjar Literaturen.
Eurocentrism Shakespeare Source Study Trans*textuality