Eine sich immer stärker radikalisierende Gruppe von Menschen und Organisationen will über unseren Körper entscheiden, will uns vorschreiben, wie wir leben und wen wir lieben sollen. Mit Blick auf dieses sich international ausbreitende Phänomen sagt Klementyna Suchanow unverblümt: Das ist Krieg gegen Frauen!
Dieses Buch befasst sich mit den Kreisen, die eine drastisch rückwärtsgewandte Gesellschaftsordnung durchsetzen wollen, und beweist, dass Frauen und Minderheiten von heute in einen Krieg um grundlegende Menschenrechte verwickelt sind – vor allem um das Recht auf Freiheit. Klementyna Suchanow sieht Kräfte eines »neuen Mittelalters« heraufziehen, in dem religiöser Fanatismus dazu führt, dass Scheidung, Sexualerziehung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, künstliche Befruchtung verboten werden und LGBTQ+-Menschen diskriminiert und verfolgt werden.
Dabei benennt die Autorin klar die daran beteiligten radikalen religiösen und politischen Verbindungen (wie z.B. Ordo Iuris) und warnt davor, dass unsere Freiheit und Demokratie durch eine große Verschwörung bedroht sind. Sie deckt konkrete Beispiele aus verschiedenen Teilen der Welt auf und reist persönlich zu den Opfern. Sie rüttelt auf und belegt, dass Widerstand möglich und nötig ist.
Doch Suchanow ist nicht nur Zeitzeugin, sondern auch Mitbegründerin von Protestaktionen und großen Frauenstreiks. Ihr Buch ist auch eine Geschichte kollektiver Mobilisierungen und erfolgreicher Bündnisse von Aktivistinnen aus verschiedenen Teilen der Welt. Und nicht zuletzt ist es eine Hommage an alle, die die bedrohten Menschenrechte verteidigen und die dafür kämpfen, dass die Freiheit siegt.
Klementyna Suchanow
Verbot von Verhütung Verbot von Scheidung Abtreibungsgegner Feminismus Krieg „Schwarzer Montag“ Frauenstreik PiS – polnische Partei „Recht und Gerechtigkeit“ Christlicher Fundamentalismus Krieg der Kulturen Geopolitik Mittelalter im 21. Jahrhundert radikale religiöse Rechte Menschenrechte Warschau
"2023 erschien [Klementyna Suchanows] Buch "Das ist Krieg", welches sich mit radikalen Fundamentalisten und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen und Minderheiten befasst und Anstoß zu einer weltweiten Debatte gab."
Tagesschau, MDR Kulturdesk, 20.01.2026
MDR Kulturdesk ()
"Ihr mutiges Eintreten für Menschenrechte strahle weit über die Grenzen Polens hinaus, so Dresdens Stadtverwaltung. Seit 2016 brachte sie immer wieder Zehntausende in Polen auf die Straße. In Interviews und ihrem Buch »Das ist Krieg« warnt die 52-Jährige auch vor weiteren Gefahren, etwa geheimen Strategien radikaler Fundamentalisten, die versuchten, ihre Ziele über länderübergreifende Netzwerke zum Nachteil der Zivilgesellschaft zu erreichen."
Spiegel Online, 12.04.2026
Spiegel Online ()