Die 1999 etablierte, halbjährlich, seit 2018 bei Velbrück Wissenschaft erscheinende »Zeitschrift für Genozidforschung« greift konzentriert Forschungsarbeiten im Bereich der Genozidforschung auf. Neben Darstellungen historischer Ereignisse werden Detailstudien zu Entstehungsprozessen und Phasen von Vertreibung und Völkermord, zu Ursachen von Verfolgung und Ausgrenzung oder zu völkerrechtlichen Fragestellungen vorgestellt. Ein ausführlicher Rezensionsteil informiert über Neuerscheinungen.
Inhaltsverzeichnis Heft 1 2020 (Focus Todeszonen):
• Markus Holzinger: Ganz seriöse Wissenschaft? Einige Bemerkungen zur Kühl-Kontroverse über die »ganz normalen Organisationen«
• Oswald Überegger: Todeszone Front. Charakteristika und Spezifika eines Erfahrungsraumes im Ersten Weltkrieg
• Maria Six-Hohenbalken: Upper Mesopotamia and Eastern Anatolia during World War I – Between Human Suffering and Commercial Intentions. A Critical Inquiry of Austrian Archival Sources
• Daniel Bultmann: Gewalt und Ordnung unter den Roten Khmer
• Burkhard Liebsch: Maurice Blanchots Schrift des Desasters und die Historizität menschlicher Sterblichkeit
Mihran Dabag
Mihran Dabag, Prof. Dr., ist Gründungsdirektor und Mitglied des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/Ruhr-Universität Bochum und lehrt Neuere und Neueste Geschichte ebendort. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Theorie und Methodik der Gewaltforschung; Diasporaforschung; Nationalismus und Nationalbewegungen; Transformation und kollektive Gewalt im Osmanischen Reich; Geschichte und Ideologie der Jungtürkenbewegung; kollektives Gedächtnis; Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik.
Shoah Erster Weltkrieg Zweiter Weltkrieg Holocaust Nationalsozialismus Rote Kmer Kollektives Gedächtnis Kolonialismus Mittelmeerraum Gewalt Kollektive Gewalt Gewaltforschung Krieg Völkermord Kollektive Erinnerung Genozidforschung