Der Krieg von früher mit den Waffen von heute gegen die Feinde von immer. Der Versuch, in all dem Schrecken Hoffnung zu finden, gleicht zuweilen dem Bestreben, im Auge des Taifuns ein Schaf zu streicheln, um es zu beruhigen. Es gibt keine Ruhe, es gibt keine Sicherheit, nach diesem Buch erst recht nicht.
Teil 4 der Bestsellerreihe, wieder anders, wieder neu und doch gleich.
Dirk Bernemann
anti-pop antipop bernemann generation x generation y punk urban
In diesen wenigen 112 Seiten steckt widerum sehr viel. Schrecken, Emotionen, Emotionslosigkeiten, Humor, Pragmatismus, Fantasie, Mut zur Ehrlichkeit, Wortwitz, Anfang und Ende...und wieder Anfang. Dadurch hab ich es auch 2 mal gelesen. Es hat etwas von einem Album, dass man im Loop hört, weil der Schluss wunderbar in den Beginn übergleiten kann.
Ich finde dieser Teil hat eine andere Wucht als die anderen Teile. Eine Wucht, die näher bei mir ist. Die Charaktere fühlen sich vielleicht "wahrer" an als zB. ein Terrorist oder eine Killer. Gleich zu Beginn hab ich seitenweise gelächelt als das Gebären und Geborenwerden thematisiert wird. Vermutlich die schönste Ohrfeige in all die Gesichter der frischen Eltern um mich herum. Zur Zeit kann ich dem Thema kaum noch entfliehen. Kein Lebensinhalt? Zack. Lösung. Kinder. Furchtbar.
Gott und Kirche...da hab ich innerlich applaudiert!
Die Tragödien, Unfälle und die Tode die hier gestorben werden (Mensch und Tier), die jeweiligen kleinen Einblicke in einen Mikrokosmos und einen Teaser der Gedankenwelt des jeweiligen Charakter...All das macht zwar Lust auf mehr, aber wird abrupt beendet. Ebenfalls wie bei einem Album, dass man mehrmals hören will.
Jedes Kapitel ist ein Schrei für sich. Und es sollte generell mehr geschrien werden.
Ich feier es sehr! Es hat mich mehr in Gedanken badend hinterlassen als die anderen Teile. Man merkt wie sehr die Ideen, Inhalte und Form mitgewachsen sind.
Abroo (Rapper)
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"Man kann sich auf Herrn Bernemann verlassen: Dieses Buch ist respektlos und gräbt tief im nihilistischen Chaos. Selbstbewusst jegliche Political Correctness vermeidend, ist das Buch in seiner Detailverliebtheit auf gekonnte Art gleichzeitig beruhigend und aufrüttelnd und trotz der immer durchscheinenden Absurdität immer sehr schön zu lesen."
Phillip Boa, Malta, im Mai 2017.
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