»Da bin ich wieder, ein paar Jahre älter, ein paar Schrammen mehr auf der Seele, aber immer noch das Herz am rechten Fleck. Wäre nicht so viel passiert in meinem Leben, das mich oft und öfter atemlos werden ließ, müsste ich nicht so viele schreckliche Wahrheiten niederschreiben. All das hier sind Geschichten, die das Leben selbst schreibt – die sich niemand ausdenken kann.«
... Willkommensworte einer Autorin, die schon in ihrem ersten Buch einen schier endlosen Leidens-, aber auch Heilungsweg beschrieb. Hier nun erzählt sie ihre Geschichte weiter. Schonungslos und ehrlich öffnet sie sich dem Leser, macht ihre Seele frei und berichtet von der Willkür anderer, der sie sich ausgesetzt sieht auf ihrem Weg. Sie spart nicht mit der Kritik an Ämtern, die nicht helfen, wie sie sollen, Ärzten, die nicht wissen, was sie tun, Psychiatern im Psychopharmaka-Fieber. Und sie berichtet von dem sinnlosen Frust über eine Krankheit, die immer noch so unbekannt ist wie eine Wundertüte: Hashimoto.
In ›Overkill‹, ihrem zweiten Buch, berichtet Ina Kamikaze über ihren weiteren Leidensweg, den sie in seinen Anfängen bereits in ihrer ersten Veröffentlichung geschildert hat. Diesmal wird sie noch deutlicher in ihrer Kritik gegen Ämter, die nicht helfen, wie sie sollen, Ärzte, die nicht wissen, was sie tun, Psychiater im Psychopharmaka-Fieber. Und sie berichtet von dem sinnlosen Frust über eine Krankheit, die immer noch so unbekannt ist wie eine Wundertüte: Hashimoto.
Von der Öffentlichkeit oft heruntergespielt, ist diese für die Betroffenen der reinste Dämon. Die Autorin schildert die Krankheit in all ihren schrecklichen Facetten, um so ein Bewusstsein für die Gefahr zu wecken, der sich Erkrankte ausgesetzt sehen.
Auch erzählt sie von ganz persönlichen Ereignissen und Schicksalsschlägen. Was tun, wenn einem auf einmal das ganze Leben wie ein Tornado um die Ohren fegt? Was tun, wenn Krebs ins Leben tritt? Was man dann einfängt, bleibt, der Rest ist verloren, für immer, wie man selbst auch.
Dies ist aber auch die Geschichte von älter gewordenen Drogen- und Alkoholkonsumenten, die nur allzu oft und immer wieder den sinnlosen Kampf gegen sich selber verlieren. Und dieser Kampf bleibt bis zum bitteren Ende. Doch es ist wichtig zu kämpfen, um den Weg aus der Sucht heraus zu finden. Und wenn es oft auch eine Ewigkeit dauert. Der Sieg gegen sich selbst ist die größte Belohnung dafür.
Ina Kamikaze
Ina Kamikaze, fast ihr ganzes Leben lang drogenabhängig, lebt heute in der Nähe von Stuttgart in einem Verein, der sich der Hilfe suchtkranker Menschen verschrieben hat. Auch sie engagiert sich hier im Kampf gegen Drogen und Alkohol und steht Betroffenen in allen Lebenslagen zur Seite. Glücklich macht sie das Zusammenleben mit ihrem besten Freund und den vier Haus-Therapie-Katzen. Und ihre Rolle als Mutter und Oma.
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