Zahava Szász Stessel Szász Stessel Schneeblumen

Schneeblumen

von Zahava Szász Stessel

Überleben im KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg

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Beschreibung

„Ich bin Nummer 50226 und meine Schwester, die sich unter den Anwesenden befindet, ist Nummer 50225 auf der Liste der ungarischen jüdischen Frauen, die als Arbeitssklaven aus Bergen-Belsen kommend am 8. Dezember 1944 im Lager Markkleeberg der Junkers-Werke eintrafen. Es ist für mich überwältigend, hier zu sein, nach all den Jahren, in denen ich versuchte, die Vergangenheit zu verdrängen. Meine Rückkehr fiel mir nicht leicht. [...] Indem ich hier bin, ehre ich meine ehemaligen Mitgefangenen, mit denen ich zusammen von Freiheit und einer besseren Welt träumte.“ Aus der Rede von Zahava Szász Stessel zur Einweihung des Gedenksteins am ehemaligen KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg am 13. Juni 1998
Die 14-jährige jüdische Ungarin Zahava Szász Stessel und ihre Schwester Hava werden 1944 im KZ Auschwitz fälschlicherweise für Zwillinge gehalten, die routinemäßig für den SS-Arzt Josef Mengele ausgewählt werden. Als dieser Fehler bemerkt wird, werden die beiden Schwestern über das KZ Bergen-Belsen in das KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg bei Leipzig geschickt, wo sie in der Rüstungsindustrie für die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke Zwangsarbeit leisten müssen. Am 13. April 1945 werden die entkräfteten Frauen auf einen Todesmarsch Richtung Theresienstadt getrieben, dem sie und ihre Schwester unter dramatischen Umständen bei Dresden entkommen. Zahava Szász Stessel schildert die kräftezehrende Zwangsarbeit, die Erniedrigung und den Alltag im Lager unter SS-Bewachung und erzählt zugleich, wie selbst hier Menschlichkeit und Solidarität nicht vollkommen ausgelöscht werden konnten – wie „Schneeblumen“ unter Eis und Schnee. Das Buch enthält neben historischen Dokumenten auch eine Übersicht über alle im Lager Markkleeberg inhaftierten Frauen.

Autor*in

Zahava Szász Stessel

Themen in »Schneeblumen«

Ungarn Buchenwald Konzentrationslager Mengele Juden Holocaust Antisemitismus Nationalsozialismus Bergen-Belsen Frauen Außenlager Todesmarsch Befreiung jüdisch Zwangsarbeit

Stimmen zu »Schneeblumen«

»Es braucht solche intensiven Erinnerungen, die zutiefst erschüttern, weil sie die ganze Gnadenlosigkeit des zur Macht gekommenen Hasses zeigen. Als Warnung. Und als Botschaft: Es gibt keinen wichtigeren Kampf als den um die Bewahrung der Menschlichkeit.« Leipziger Zeitung, 18. Mai 2021

»Das gemeinsame Erinnern der Frauen, das die Autorin durch Tagebucheinträge, Lieder und Erinnerungen der Überlebenden einfängt, ist bewegend und rührend, die Taten der Nationalsozialist*innen grausam und schockierend. Zahava Stessel lässt kein Detail aus. Von der Hinrichtung ihrer Eltern in Auschwitz über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Lager bis hin zum Todesmarsch und ihrer Befreiung hält sie jedes Geschehnis, jeden Gedanken fest.« luhze, Juni 2021

»Wie gut, dass Zahava Szász Stessel an den eisigen Abgründen, in die all diese Menschen so grausam gestoßen wurden, ihre »Schneeblumen« blühen lässt.« Gewandhaus-Magazin, 2021

»Dank für diese große Erinnerungskultur! Das Buch ist eine wichtige Ergänzung zur Holocaustliteratur, insbesondere zur Geschichte des KZ Markkleeberg, zugleich eine Botschaft, den Holocaust nicht zu vergessen oder zu verharmlosen.« Fachbuchjournal 6/2021

"Schneeblumen-Gedenkweg erinnert an Zwangsarbeiterinnen", Leipziger Volkszeitung, 12. April 2022


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Details

ISBN: 9783955654450
Verlag: Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
Erscheinung: 04.2021

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