Die schönste Zeit des Jahres, der Sommer, verkommt von Jahr zu Jahr zu einer medialen Dauerverdummung. Hitze flirrt, die Welt steht still: das Sommerloch füllt Köpfe, Medien, Nachrichten. Weltbewegendes sucht man vergebens: Nichtigkeiten werden Wichtigkeiten, Mücken werden Elefanten und selbst Enten laufen zwischen Zeitungen hin und her. Elf Schriftstellerinnen und Schriftsteller füllen das Sommerloch – egal ob es in deutschen Gefilden auftaucht oder am karibischen Strand – mit elf Kurzgeschichten, die so spannend sind, als wenn es keinen Sommer gäbe.
Christopher Schroer