Wenn die Stadt, die niemals schläft, sich eine große Dosis Melatonin eingeworfen hat und tatsächlich vor gähnender Menschenleere strotzt, wenn Menschen wochenlang angehalten werden, zwei Meter Abstand zu wahren, sich nicht zu berühren und ihr Lachen mit Masken zu verdecken, wenn du als Europäer in einem Land bist, in dem alle glauben, dass du dank Langstreckenflügen Corona hierhergebracht hast, wenn du so lange keinen Sex mehr hattest, dass du ihn nicht mehr vermisst, wenn du monatelang unrasiert und in Trainingshosen verbringst, weil du auf der Straße so oder so niemanden antriffst – dann ist es denkbar schwer, Liebe zu finden. Oder doch nicht?
Marco Schättin
Marco Schättin (32) lebt in Zürich und arbeitet als Kommunikationsexperte. Aufgewachsen ist er in Brunnen (SZ) am Vierwaldstättersee. Nach Erfahrungen im Journalismus (Radio, TV, Online) und internationalen Marketingteams lancierte er im Februar 2021 seinen LGBT-Podcast «Mis COMING-OUT».
Drei Wochen vor dem Lockdown nach New York gezogen, war Marco Schättin 2020 Augenzeuge der Corona-Krise in Manhattan, Black Lives Matter-Protesten oder auch der US-Wahlen.
In «Lockdown-Liebe - Mein Tagebuch aus New York» erzählt er seine persönliche schwule Liebesgeschichte, gespickt mit Schilderungen aller dieser zeithistorischen Momente.
Lockdown-Liebe New York schwul