Ein Loblied auf das Paradox als Grundlage auf dem Weg zum Glück des Seins.
Die Psychologie für Desinteressierte
Der Mensch möchte sich selbst verstehen. Seit alters her. Vergessen Sie es! Darüber wurden schon tausende von Büchern (ja auch Gilgamesch, die Bibel, Grimms Märchen, wie –noch nie etwas davon gehört?) geschrieben. Teilweise wurden diese auch gelesen, geholfen hat es wenig.
Wir wollen uns verstehen, aber zum Glück sind wir dazu nicht in der Lage. Warum fragen Sie? Fragen Sie nicht! Fragen Sie sich lieber, warum Sie noch nicht aufgehört haben zu lesen. Ja, eben weil Sie desinteressiert sind. Dieser Text ist für Desinteressierte geschrieben. Denn nur die sind in der Lage mit diesem Text etwas anzufangen, weil sie kein Interesse haben, diesen zu verstehen.
Ein Psychiater, ein Psychologe, die Psychotherapeuten würden sofort versuchen zu verstehen, was dieser Berufskollege da schreibt, um es umgehend zu analysieren, zerfetzen und als Widerspruch zu eigenen (wissenschaftlichen) Modellen entlarven zu können. Doch dieser Text lässt sich nicht verstehen. Er will nicht den Vorstellungen anderer, sprich Modellen der Fachwelt, entsprechen. Er darf von allen Interessierten getrost für wertlos erklärt werden, weil durch und durch widersprüchlich.
Lassen Sie sich als Desinteressierter dadurch nicht beirren. Dieser Text ist nur für Menschen geeignet, die das Gelesene nicht verstehen, sondern auf sich wirken lassen wollen. Das kann allerdings, so man desinteressiert genug ist, grosses Vergnügen bereiten.
Matthyas Arter
Matthyas Arter arbeitet als Psychoanalytiker in Zürich
Psychologie Selbstfindung Sinnfrage