Der Untertitel über Sinn und Unsinn des Musikkonsumierens und -produzierens ist nicht zufällig gewählt. Denn zählte vor einigen Jahrzehnten hauptsächlich das musikalische Können eines Künstlers, so ist es heute meistens nur noch sein Auftreten und seine Vermarktungsfähigkeit. Musikalität spielt häufig nur eine untergeordnete oder oft sogar keine Rolle mehr. Die Dire Straits haben bereits in den 1980er-Jahren dieses Problem mit dem Song „Money For Nothing“ vertont.
Neu: Medienkritische Bücher gab es schon viele, aber eine umfangreiche Betrachtung der Musiklandschaft und deren Entwicklung, noch dazu auf unterhaltsame Weise, ist neu.
Das Infotainment-Werk „LOST MUSIC“ ist wie eine Schallplatte mit A- und B-Seite aufgebaut.
Auf der einen Seite wird die Musik aus Sicht des Kunden dargestellt. Hier werden Themen wie Hörgewohnheiten, der Umgang mit Tonträgern sowie die unterschiedlichen Genres behandelt.
Der Leser erfährt, wie vielfältig die Möglichkeiten sind Musik wahrzunehmen und zu konsumieren. Dabei werden unter anderem die technischen Entwicklungen und die damit einhergehenden Veränderungen im Konsumverhalten beleuchtet.
Auf der anderen Seite wird der Teil betrachtet, welcher den meisten Lesern eher unbekannt sein dürfte: Wie entsteht Musik, was ist bei Komposition, Aufnahme, Produktion und Vermarktung relevant. Es wird unter anderem veranschaulicht, wie viele technische Möglichkeiten und daraus resultierende Manipulationstechniken es heute gibt und wie sich die Arbeit im Tonstudio mit der Zeit verändert hat.
Der Inhalt des Buchs wird denen aus der Seele sprechen, die das aktuelle Musikgeschehen größtenteils ablehnen. Sendeformate wie Castingshows und Heavy-Rotation-Listen im Rundfunk machen das Populärwerden von guten Nachwuchskünstlern kaum mehr möglich. Heute müssen anstelle der musikalischen Qualitäten, das Image, das Marketingkonzept und die Menge an finanziellen Mitteln überzeugen, die ein Interpret zur Verfügung hat.
Das Buch richtet sich nicht an Fachleute aus der Musikwissenschaft oder dem Toningenieurswesen, sondern an alle Musikinteressierten, die sich Gedanken machen was sie ihren Ohren zumuten.
Testimonials: LOST MUSIC wird von Wolfgang Niedecken von BAP und der österreichischen Radiolegende Eberhard Forcher unterstützt.
LOST MUSIC – Ein Buch lässt aufhören … weiterhin schlechte Musik zu ertragen!
Mario Buchinger
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