Gerhard Rihl · Berlin Store Fronts
Die Fassaden der Geschäfte Kreuzbergs, Friedrichshains und so manch anderer Gegend bestechen durch Improvisation sowie durch den Einsatz geringer Mittel, die jedoch zu ästhetischen Spitzenergebnissen führten. Diese Läden werden immer seltener, die Stadt bürgerlicher, die Geschäfte schicker und damit häufig auch unpersönlicher.
Der Bildband nähert sich dieser Welt auf künstlerische und dokumentarische Weise zugleich.
Gerhard Rihl · Berlin Store Fronts
Der Reiz, der von den Geschäftsfassaden Berlins ausgeht, hat etwas Besonderes. Gemeint sind nicht die schicken Mainstream-Schaufenster des Kurfürstendammes, sondern die schrägen, teils improvisierten Fassaden der vielen Kreativgegenden der Stadt. Diese Läden werden immer seltener. Das typische, jedoch im Rückgang befindliche Erscheinungsbild Berlins ist subkulturell. Nun aber wird die Stadt bürgerlicher, die Geschäfte schicker und damit häufig auch unpersönlicher.
Die Fassaden der Geschäfte Kreuzbergs, Friedrichshains und so manch anderer Gegend bestechen durch Improvisation sowie durch den Einsatz geringer Mittel, die jedoch zu ästhetischen Spitzenergebnissen führten. Der Bildband nähert sich dieser Welt auf künstlerische und dokumentarische Weise zugleich.
Authentizität bedarf keiner finanziellen Mittel. Allerdings benötigt sie Raum, um sich zu entfalten. Dieser wird in Berlin gerade nach und nach reduziert. Es geht viel dabei verloren.
Gerhard Rihl
Geboren 1970 in Wien
2011 und 2012: Zweistädteleben Wien/Berlin Stand 2016: lebt und arbeitet in Wien
Ausbildung:
Kolleg für Graphikdesign und Meisterklasse für Kommunikationsdesign an der GLV Wien, Diplom mit Auszeichnung 1992. Graphikdesignstudium an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Diplom mit Auszeichnung 1997, Mag. art.; Doktoratsstudium an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Fachbereiche Kommunikationstheorie / Kunst- und Wissenstransfer, Promotion 2007, Dr. phil.
Berufliche Tätigkeit:
1990 bis 1997 Tätigkeit in Graphikdesign-Studios und Agenturen; Selbständig seit 1998. Gründung eines eigenen Büros unter dem Namen “rihl. media“, seit 2007 „buero.rihl“. Seit circa 2011 Verlagerung des Arbeitsschwerpunktes von gewerblicher Gestaltung in Richtung künstlerischer und kulturwissenschaftlicher Tätigkeit. Lehrtätigkeit an Studiengängen folgender Häuser: GLV Wien, FH Salzburg, FH Oberösterreich, Kunstuniversität Linz, Universität für angewandte Kunst in Wien
Publikationen:
2000 Essay in der Publikation zum deutschen „Corporate Design Preis & Berliner Type”, Varusverlag
2002 Mitgründer und Co-Autor der Netzkulturplattform „incognita.at“, Gruppe Nebula 8
2007 „Science / Culture : Multimedia“, Facultas
2011 „Wiener Streifzüge“, Metroverlag
2015 „New York · Mumbai – Der Katalog“, Editio Artis et Theoriae
2015 „Berlin Store Fronts“, Editio Artis et Theoriae
2016 „Fool's Tower", Editio Artis et Theoriae
2016 „New York · Mumbai – Das Buch“, Editio Artis et Theoriae
Ausstellungen, Auszeichnungen (Auszüge):
1994 Ausstellungsbeteiligung „Netz Europa“, Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz.
1995 Ausstellungsbeteiligung „Junge Wiener Illustratoren“, Bibiana - International House of Art for Children, Preßburg.
1996 Ausstellungsbeteiligung „Resultate“, Palais Clam-Gallas, Salle de Bal, Wien.
1998 Auszeichnung beim Joseph Binder Award
2000 Bestenauswahl und Ausstellungsbeteiligung bei der Graphikdesignbiennale Brünn
2014 Einzelausstellung „Wiener Streifzüge - Ein Prozess“, Galerie Sandpeck, Wien.
2015 Einzelausstellung „New York · Mumbai“, Packhaus, Wien
2015/16 Einzelausstellung „Berlin Store Fronts“, Packhaus, Wien
2016 Einzelausstellung „Fool's Tower“, Packhaus, Wien
2016/17 Einzelausstellung „Antipoden eines Schaffens“, Österreichisches Parlament, Wien
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