Tayring, ein steirisches Dorf, umgeben von Bergen, im Herbst
Das Buch beginnt damit, dass der Gaisberg, wie durch Zauber rot eingefärbt wird, während im Friedhof ein Begräbnis ohne eine Leiche stattfindet. Es werden noch viel mehr seltsame Geschichten über seltsame Menschen erzählt, die aber alle zu vertrauten Bekannten werden.
Das Buch erzählt vom abwesenden Holler Mathias, der auferstanden sein soll und von seinem Freund, dem weltberühmten Fußballer Giacomo, der sich in Tayring seiner Kindheit erinnert. Ebenso geht es um die Bürgermeisterwahl in einem Herbst, wie in einem anderen Herbst um eine Bilderausstellung im Schloss der Frau Gräfin geht. Aber richtig schön ist Tayring bei einem Ballonflug von oben für den Arzt und den Tierarzt, so wie Tayring an einem regnerischen Novembertag, wenn die Berger Stephanie aus den Gedichten des unbekannten Heimatdichters vorliest, zu einer besinnlichen Einheit wird.
Das Buch „DA DICHTA - Hiabst/Herbst“ ist zweisprachig geschrieben und der erste Teil von vier Büchern, in denen die Heimat der Tayringer, die in Tayring leben ebenso erzählt wird, wie jener, die Tayring verlassen haben, oder, wie der schwarze Pfarrer Bogasso, für die Tayring zu einer neuen Heimat geworden ist.
DA DICHTA ist eine neue Art von Heimatroman, und versucht gleichzeitig eine Fortsetzung der „stoasteirischn“ Geschichten von Peter Rosegger zu sein. Es ist der Versuch, Heimat in Sprache zu fassen, die ebenso wie die Menschen Tayrings, in einem steten Wandel leben.
Wolfgang Thiller
Herbst Hiabst Thiller, Wolfgang Volkskultur