Mit dem Gewinn eines internationalen Musikwettbewerbs können sich junge Künstlerinnen und Künstler im Konzertleben profilieren, etablieren und berufliche Netzwerke aufbauen. Von der Entscheidung einer Jury hängen folglich ganze Karrieren und Lebensläufe ab. Aber so bedeutsam der Wettbewerbsverlauf auch ist, so unklar bleibt indes der Wertungsvorgang. Die Jury-Arbeit gleicht einem Mysterium.
Die vorliegende Arbeit bringt hier Licht ins Dunkel. Es wird untersucht, wie Bewertungen zustande kommen, denn Wettbewerbsbedingungen und Beziehungsgeflechte beeinflussen die Urteile der Jury und erleichtern Manipulationen. Durch die wissenschaftlichen Analysen werden diese Probleme nicht nur identifiziert, sondern vielmehr auch Lösungswege aufgezeigt, um Wettbewerbsentscheidungen besser legitimieren zu können.
Nora Sophie Kienast
Nora Sophie Kienast, Dr. phil, M. A., Dipl. mus., studierte Flöte an der Musikhochschule Lübeck und Musikwissenschaft in Leipzig. Zwischenzeitlich arbeitete sie erst als Volontärin, dann als Redakteurin und erhielt für ihre Promotion an der MLU Halle-Wittenberg ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
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