In ihrem Gedichtband »Chocar con algo, zusammenprallen« hinterfragt die spanische Lyrikerin Erika Martínez eine Reihe von Stigmata, die mit der weiblichen Identität verbunden sind. Sie bietet einen intimen und sehr prägnanten Blick auf das tägliche Leben, den Beruf und die Rolle der Frau in einer kapitalistischen Gesellschaft. Ob Frau, Mann, Bürger, Schriftsteller oder Nullipara, alle diese sozialen Wesen reisen durch die Poli und ihre Irrungen und Wirrungen. Und auf dieser (mentalen) Reise prallen sie immer wieder mit etwas (Klischees, Vorstellungen, Rollen oder Situationen) zusammen. Sie stoßen mit etwas zusammen, das ebenso nah wie offensichtlich ist.
In diesen Kollisionen dekliniert Erika Martínez das historische Gedächtnis und die Notwendigkeit, Verantwortung dafür zu übernehmen. Die Kriegsvergangenheit - die spanische / europäische und ihre globalen Auswirkungen - weigert sich, nur eine Kriegsvergangenheit zu sein.
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Erika Martínez
Erika Martínez, geb. 1979 in Jaén, Spanien, schreibt Lyrik und Aphorismen. Ihr erster Gedichtband, Color carne (Pre-Textos, 2009), wurde mit dem Premio de Poesía Joven Radio Nacional de España ausgezeichnet. Sein zweiter Gedichtband, El falso techo (Pre-Textos, 2013) wurde auf Italienisch übersetzt. Sie hat einer Sammlung von Aphorismen veröffentlicht: Lenguaraz (Pre-Textos, 2011). Veröffentlichung ihrer Gedichte in Zeitschriften wie Poetry, Chicago Review oder Jahrbuch der Lyrik 2021. Zuletzt Chocar con algo (Pre-Textos, 2017) und La bestia ideal (Pre-textos, 2022). Derzeit lehrt sie lateinamerikanische Literatur an der Universität Granada.
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