Bartolome bezeichnet die Linie als „meine künstlerische Herkunft“. Sie vermittelt Wissen über ein anderes Ding – das Objekt des Zeichens. LINES ist jedoch kein Archiv abgeschlossener Werke. Jede Seite, jedes Bild wird zum Schnittpunkt von Material, Raum und Zeit. Das Buch lebt nicht von Wiederholung, sondern von der einmaligen Berührung: Papier und Luft, Graphit und Licht, Weiß und Schatten. Die Linie ist keine Illustration der Welt, sondern ein Ereignis: Sie reagiert, widersetzt sich, verschwindet und kehrt zurück. Zwischen Zeichnungen, Orten, Wetter, Spiegelungen, Falten und Spuren wandert der Blick zwischen Zuständen. Die Linie wird nicht allein vom Künstler gesetzt, sondern von der Welt beantwortet.
Bernd Bartolome
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