Dass er einmal der dienstälteste Außenminister der EU werden würde, hätte sich der junge Jean Asselborn nicht im Traum vorstellen können. Schließlich verließ der 1949 geborene Luxemburger vorzeitig die Schule, um Geld als Arbeiter zu verdienen. Doch er belegte Abendkurse, holte sein Abitur nach, schloss ein Jurastudium in Nancy ab – und wurde 1982 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Steinfort. Zwei Jahre später zog er zudem ins Parlament ein, und im Jahr 2004 avancierte er schließlich zum Außenminister – ein Amt, das er 19 Jahre ausübte und wie niemand zuvor prägte. Auch als Elder Statesman bleibt Asselborn ein leidenschaftlicher Kämpfer für die europäische Vision.
Die neue Biographie von Jean Asselborn.
Michael Merten
Michael Merten, Jahrgang 1983, arbeitete schon während seines Studiums der Geschichte und der Politikwissenschaft als Journalist. Seit 2019 ist der gebürtige Trierer Redakteur beim „Luxemburger Wort“, wo er die letzten Jahre der Ära Asselborn aus der nächster Nähe erlebte. Er beschäftigt sich intensiv mit der internationalen Politik und schreibt vorzugsweise Reportagen und Portraits.
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„Mertens Buch ist eine willkommene Abwechslung zu staubigen Politiker-Biografien, die sich darauf beschränken, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen.“ - Florian Javel, Luxemburger Wort
„Mertens Recherchen basieren auf vielen persönlichen Gesprächen mit Asselborn selbst, einstigen Wegbegleitern - nationalen wie internationalen -, vor allem aber mit seiner Familie und insbesondere seiner Frau Sylvie. Das erlaubt spannende Einblicke in ein Leben mit einem Political Animal vom Schlage Asselborns - und zeigt, wie sich das aus der Partnerperspektive anfühlt.“ Armand Back, Tageblatt
„Kenntnisreich, kurzweilig und eingebettet in eine originelle Erzählstrukturzeichnet der Journalist Michael Merten die Karriere von Jean Asselborn nach und spart auchkontroverse Themen seiner Amtszeit nicht aus... Über die 320 Seiten des Buches wechseln sich die Szenen der gemeinsam absolvierten „Tour de France“ ständig mitbiografischen Rückblicken und rekonstruierten Dialogen zwischen Autor, Politiker und anderen Gesprächspartnern ab. DieseDramaturgie macht die Lektüre interessant und abwechslungsreich.“
Christoph Bumb, Reporter.lu
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