»Wenn sie keine Revolution wollen, warum verlegen sie dann auf ihren Plätzen Pflastersteine?«
Darja fotografiert die Revolution. Auf dem Majdan in Kyjiw ist sie mittendrin. Es drängt sie weiter nach Moskau. Doch anstatt das nächste ikonische Foto zu schießen, versinkt sie dort mit Kostja, Phil und dem unberechenbaren Rest einer Moskauer Hausgemeinschaft in einer Welt aus Rauch, Musik, politischen Debatten und flüchtigen Allianzen.
»Ich bin die Revolution« entstand im Jahr 2019 – vor der großen Protestbewegung in Belarus. Der Roman ist wie
eine Zeitkapsel, die das Brodeln einfängt, das einer jeden Revolution vorausgeht. Die Entscheidungen zur Revolte
sind dann auch weniger politisch als existenziell. Und so schreibt Yulia Artsiomava statt über den Aufruhr eine
Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und Liebe. Denn selbst wenn die Revolution – endlich –
vor dem Fenster aufzieht, sind wir doch immer auch damit beschäftigt, unser eigenes Leben zu führen.
»Я и есть революция« / »Ich bin die Revolution« ist eine sehr ehrliche, sehr weibliche und auf eine gute Art böse Geschichte über Revolutionen und Liebe, über Brüderlichkeit und Schwesternschaft, über sich auflösende Illusionen und das Erwachsenwerden als Entscheidung.
Yulia Artsiomava
Die belarusische Schriftstellerin Yulia Artsiomava (geboren 1985) studierte nach einem Abschluss am Belarussischen Kollegium Rechtswissenschaften an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk. Sie emigrierte 2021 in die Ukraine und lebt derzeit in Polen.
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