„Das ist kein Schwitters!“ Da ist sich Netty Hamann absolut sicher, hat sie doch schließlich Kunst studiert. Allerdings ist es eigentlich gar nicht Nettys Art, ihr Wissen auch mitzuteilen. Überhaupt ist Nettys Leben ziemlich in Unordnung, der Job in der Galerie geht ihr auf die Nerven, ihr Noch-Freund ebenso. Eine neue Liebe passt da schon einmal gar nicht ins Konzept, aber Gefühle fragen nicht nach dem richtigen Zeitpunkt. Und als wäre das alles noch nicht genug, beginnt sich direkt vor Nettys Augen ein Kunstskandal zu entfalten, in dessen Mittelpunkt Werke der Art brut und des Dadaismus stehen. Oder ist vielleicht Netty selbst das Zentrum, um das sich alles dreht?
Collage ist nicht nur ein Krimi, sondern ein Roman wie ein dadaistisches Werk. Licht und Schatten, Klarheit und Verwirrung, Stadt und Land – alles fließt ineinander, schließt sich aus und verbindet sich doch am Ende zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk. Und es ist die Geschichte einer Frau Anfang dreißig, die sich fragt, wo ihr Lebensweg hingehen soll. Einer Frau, die Chancen verpasst hat, und die doch nie aufgibt, auch wenn hinter der nächsten Ecke einmal mehr ein Hindernis lauert.
Silke Tobeler
Silke Tobeler verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Singapur. Das Pendeln zwischen den Kontinenten macht sie zu einer stetigen und beständigen Reisenden. Derzeit lebt sie in Deutschland und ist auch hier selten an einem Ort. Mit ihrer Familie wohnt sie in Hamburg, Brandenburg und manchmal auch Berlin.
Als freischaffende Autorin verfasst sie Kurzgeschichten, Essays, Romane und schreibt auf ihrem Blog female-gaze.blog über Kunst und Kultur aus weiblicher Sicht.
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