Ist ein politischer Kipppunkt erreicht – und was bedeuten die Wahlerfolge der AfD für die Demokratie?
2024/25 erzielte die Alternative für Deutschland in allen fünf ostdeutschen Bundesländern hohe Stimmenanteile – teils über 30 Prozent. Diese Ergebnisse sind mehr als ein kurzfristiger Protest; sie verweisen auf tiefere gesellschaftliche und politische Ursachen. Besonders in ländlichen Regionen geraten demokratische Akteure zunehmend unter Druck; zugleich schwindet das Vertrauen in politische Institutionen.
Die Beiträge dieses Bandes analysieren Ursachen, Dynamiken und Folgen des Aufstiegs der AfD und beleuchten sowohl die gesellschaftliche Nachfrage als auch das Angebot rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Politik. Untersucht werden Strategie, Ideologie sowie Programmatik der Partei. Im Fokus stehen zentrale Politikfelder wie Migration, Geschichts-, Klima-, Gender- und Außenpolitik. Darüber hinaus wird erstmals eine umfassende Analyse der AfD in allen fünf ostdeutschen Bundesländern vorgelegt – fundiert, vergleichend und mit Blick auf die demokratiepolitischen Konsequenzen.
Uwe Backes
Prof. Dr. Uwe Backes ist stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung und apl. Professor für Politikwissenschaft an der TU Dresden. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Extremismus, Demokratie und Totalitarismus. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs „Extremismus & Demokratie“.
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