Nadja ist 13 Jahre und lebt mit ihrer Mutter, einer viel beschäftigen Theaterregisseurin, im Prenzlauer Berg. Ihre beste Freundin Anna und sie sind unzertrennlich. Auf das wachsende Interesse an Jungs folgen das erste Verliebtsein und die damit verbundenen Schmerzen, wenn es nicht funktioniert.
Ein Jahr später, 1988, bekommt ihre Mutter Berufsverbot, bleibt jedoch bei ihrer systemkritischen Haltung zur DDR. Es folgt die kontinuierliche Überwachung durch die Staatssicherheit, inklusive Hausdurchsuchungen. Nadjas Mutter kommt ins Gefängnis. Anna ist für Nadja da, die von dem Geschehen fast überrollt wird – bis zu dem Moment, an dem Nadjas Familie gezwungen wird, über Nacht das Land zu verlassen.
Die neue Welt im Westen ist interessant, aber manchmal ist Nadja von ihren eigenen Gefühlen überfordert, denn sie weiß nicht, ob und wann sie ihre Freunde in Ost-Berlin wiedersieht.
Dieser Konflikt des Loslassens, ein neues Leben zu beginnen, die politischen Probleme der Familie mittragen zu müssen, und mittendrin erwachsen zu werden, ist die Geschichte, die hier erzählt wird.
Nadja ist in Ost-Berlin aufgewachsen. Zwei Tage nach ihrem 15. Geburtstag wird sie mit ihrer Familie aus politischen Gründen ausgebürgert. Über Nacht verliert sie ihr Zuhause, ihre beste Freundin und ihren Lebensalltag.
In West-Berlin versucht sie Anschluss an ein neues Leben zu finden, ihre Heimat auf der anderen Seite der Mauer bleibt jedoch immer in Sichtweite. Dann, knappe zwei Jahre später, ist die Grenze auf einmal offen.
Nadja Klier verarbeitet ihre Ausbürgerung aus der DDR 1988 und die damit verbundene Entwurzelung mit viel Gefühl zu einer Geschichte vom Erwachsenwerden zwischen zwei Welten, die eigentlich eine sein müssten.zwischen zwei Welten, die eigentlich eine sein müssten.
Nadja Klier
Nadja Klier, geboren 1973 in Dresden, ist Fotografin und Yogalehrerin sowie Mutter eines Sohnes. Sie hat zwei Dokumentarfilme koproduziert und seit einigen Jahren das Schreiben für sich entdeckt. Nach mehreren Essays hat sie ein gemeinsames Buch mit ihrer Mutter Freya Klier über die Oderberger Straße geschrieben. Aktuell arbeitet sie an Drehbüchern für eine mehrteilige Serie.
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„Nadja Klier hat eine eigene, lebendige Form und Sprache gefunden für die Erinnerungen an ihr Schicksalsjahr 1988 – sie erzählt nicht allwissend aus heutiger Sicht, sondern sehr authentisch aus dem damaligen Erleben eines großen Bruchs heraus.“
Knut Elstermann
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„Das ehrlichste Ost-Erinnerungsbuch, urst jut“
Die Zeit
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