Sanna, die Lettin, und Andrejs, der Roma, wachsen in einem Kinderheim auf. Sanna hat nur noch eine vage Erinnerung an ihre Mutter und eine große Wut im Bauch auf die Gesellschaft, die Menschen wie sie nicht haben will oder mit selbst gestrickten Socken und ausrangierten Kleidern Abbitte leisten.
Sobald sie die Schule beendet hat, zieht sie nach Riga, um eine Ausbildung zu absolvieren, doch Partys und Alkohol drohen sie abstürzen zu lassen. Nach einer Party findet Andrejs sie betrunken auf einer Parkbank schlafend und nimmt sie mit zu sich nach Hause.
Zwischen ihnen entwickelt sich eine Liebes- und Familiengeschichte, die die Suche nach der eigenen Identität, die Verantwortung als Eltern und den Kampf gegen Vorurteile spürbar werden lässt.
Sanna, die Lettin, und Andrejs, der Roma, wachsen in einem Kinderheim auf. Sanna hat nur noch eine vage Erinnerung an ihre Mutter und eine große Wut im Bauch auf die Gesellschaft, die Menschen wie sie nicht haben will oder mit selbst gestrickten Socken und ausrangierten Kleidern Abbitte leisten.
Sobald sie die Schule beendet hat, zieht sie nach Riga, um eine Ausbildung zu absolvieren, doch Partys und Alkohol drohen sie abstürzen zu lassen. Nach einer Party findet Andrejs sie betrunken auf einer Parkbank schlafend und nimmt sie mit zu sich nach Hause.
Zwischen ihnen entwickelt sich eine Liebes- und Familiengeschichte, die die Suche nach der eigenen Identität, die Verantwortung als Eltern und den Kampf gegen Vorurteile spürbar werden lässt.
Laura Vinogradova begleitet die Leser:innen auf eine generationsübergreifende Reise, bei der die Charaktere ihren eigenen Platz in der Welt erst noch finden müssen. Ein Buch über Einsamkeit, Erwachsenwerden und davon, sich trotz gesellschaftlicher Hürden zu akzeptieren.
Laura Vinogradova
Laura Vinogradova, geboren 1984, ist eine lettische Schriftstellerin und schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie studierte Betriebswirtschaft an der Technischen Universität Riga und fing mit 30 Jahren mit dem Schreiben an. Für ihren Roman „Wie ich lernte, den Fluss zu lieben“ wurde sie mit dem Europäischen Literaturpreis 2021 ausgezeichnet.
Roma-Minderheit Kinderheim kulturelle Unterschiede Ausgrenzung Familiengeschichte Zugehörigkeit Selbstfindung Identitätssuche Frauenschicksale Lettland
Ein Buch über Roma in Lettland, über die Ausgrenzung und Großwerden. Über Beziehung und Freundschaft, über Mutter und Tochter. Über Kinder aus Heimen und fehlende Familien. Eine Mischung aus Traurigkeit und Zuversicht begleitete mich durch das Buch. Insgesamt aber eine schöne Geschichte.
A. Niquet - Rezensentin bei NetGalley, 10.01.2026
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Laura Vinogradova hat einen eindringlichen Roman über Herkunft, Ausgrenzung und die Suche nach Zugehörigkeit, mit großer emotionaler Tiefe und literarischer Klarheit geschaffen. Man liest eine generationsübergreifende Geschichte, die sich mit den Schattenseiten des Erwachsenwerdens auseinandersetzt.
Die Protagonisten Sanna und Andrejs, beide geprägt durch ihre Kindheit im Heim, kämpfen nicht nur mit äußeren Vorurteilen, sondern auch mit inneren Dämonen. Ihre Liebesgeschichte ist keine romantisierte Erzählung, sondern ein realistisches Ringen um Nähe, Verantwortung und Selbstakzeptanz. Die Suche nach einem Platz in der Welt zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte – sowohl für die Eltern als auch für ihre Tochter Lia. Die Beziehung zwischen Sanna und Andrejs wird durch die Geburt ihrer Tochter auf eine neue Ebene gehoben.
Die Erzählweise ist ruhig, aber intensiv sie lebt von den inneren Konflikten und der psychologischen Tiefe der Charaktere. Beim Lesen ist mir die Darstellung der Roma-Identität aufgefallen. Diese wird sensibel, differenziert und ohne Klischees geschildert. Diese Geschichte hallte bei mir noch einige Zeit nach. Wer Geschichten über das Erwachsenwerden sucht ist hier genau richtig.
J. Kaiser - Rezensent bei NetGalley, 15.11.2025
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Ein berührendes Werk, das von so zeitlosen Themen wie Schuld, Hinterfragen der Jugendideale und dem extrem einengenden Leben handelt.
Codere, Rezension bei Hugendubel
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Der Mediathoughts Verlag hat mit dem vorliegenden Buch aus der Reihe Literatura Baltica, die Literatur aus Estland, Lettland und Litauen enthält, ein Werk herausgebracht, das für mich zu den Highlights dieses Jahr zählt.
Der zweite Band, mit dem der Verlag eigenen Worten zufolge die Reise durch die baltische Literatur fortsetzt, überrascht mit einer schönen Sprache, Sätzen, die ins Herz treffen, sowie einer Geschichte, die sehr berührend ist und zum Nachdenken anregt. Es geht um Fragen nach der Herkunft und der Zugehörigkeit, um die Suche nach der eigenen Identität, aber auch darum, was Familie ist, und wer dazu zählt. Können wir unserer Bestimmung entkommen und wenn ja, was macht das mit uns?
Dieses Buch zog mich in die Geschichte rein und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Ich habe Sanna und Lia begleitet, ihnen zur Seite gestanden, ihre Fehler gesehen, hab mit ihnen gelacht und geweint, habe mich über sie geärgert, aber auch manches mal mit ihnen gefreut. Tief berührt legte ich das Buch zur Seite und hatte das Gefühl, ein ganzes Leben hinter mir zu lassen, obwohl es doch gerade erst begonnen hat. Große Leseempfehlung gibt es dafür von mir.
mimitatis_buecherkiste, Rezension bei Thalia
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Wo meine Wurzeln sind
Es fällt mir gar nicht leicht, dieses Buch in wenigen Worten zusammenzufassen. Die Figuren sind so lebendig und vielschichtig, allen voran Tante Rita. Sie hat Andrejs unter ihre Fittiche genommen - und was für eine Frau sie ist! Exzentrisch, witzig, cool und gleichzeitig unglaublich warmherzig. Mit ihr hatte ich beim Lesen richtig Spaß. Das Buch behandelt Themen wie die Suche nach den eigenen Wurzeln, Überforderung im Muttersein, Diskriminierung und Einsamkeit - aber ebenso Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt. Ein Roman, den ich bislang hier noch nicht gesehen habe - völlig zu Unrecht! Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung.
Bewertungsnummer: 2653530, Rezension bei Thalia
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Eine berührende Suche nach Wurzeln und Zugehörigkeit
Ein Roman über die Suche nach Wurzeln und Zugehörigkeit, über Roma in Lettland und deren Diskriminierung, Aber auch über Hoffnung auf neue familiäre Bindungen und einen Platz im eigenen Leben. Teilweise traurig, aber auch voller Zuversicht, taucht man als LeserIn in diese so fremde und doch gefühlt so bekannte Welt Lettlands ein und begleitet die beiden Frauen auf ihrem nicht immer einfachen Weg. Einzig die gehäufte Verwendung des „Z-Wortes“ ohne jegliche zeitliche Einordnung zu Beginn oder am Ende des Romans schmälerte ein wenig meine Lesebegeisterung für diese berührende Geschichte, die dennoch unbedingt lesenswert ist.
Buecherheidrun, Rezension bei Thalia
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