Das Erste, woran wir heute denken, wenn wir das Wort Indianer hören, ist ein in grellen Kriegsfarben bemalter und mit Adlerfedern geschmückter furchtloser Krieger, der auf seinem ebenso unerschrockenen Mustang über die Prärien dahinjagt, um sich, den Tod verachtend, jedem Feind entgegenzuwerfen.
Wir sehen in Gedanken eine Horde wild schreiender, nur mit einem Lendenschurz bekleidete Jäger, welche auf ihren speziell abgerichteten Büffeljagdpferden den gigantischen Bison verfolgen, um ihren Lebensunterhalt mit Lanze, Pfeil und Bogen zu sichern.
So entstand in vielen Jahrzehnten das oft klischeehafte Musterbild des edlen Wilden, der in einem allen Wettern trotzenden, buntbemalten Tipi wohnt, denn wo sonst fand unsere eigene Fantasie ergiebigere „Jagdgründe“ als bei den Indianern?
Peter Marsh
Autor von Indianerliteratur und Ghostwriter für alle Genres
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