Shakespeares Sonetten begegnen wir in Deutschland in mehr als achtzig vollständigen Übersetzungen, und die intensive Auseinandersetzung mit dem Stoff kulminiert in jüngeren Jahren in „Shakespeare’s Sonnets Global”, herausgegeben von PFISTER und GUTSCH. Kommentar befasst sich hierzulande zumeist mit Mr. W.H., mit des ersten Verlegers (Thorpe, 1609)
schlauer Vernebelung von Hintergründen, mit weitschweifender Vermutung zu den Identitäten der angesprochenen Personen, mit dem zu immer neuer Spekulation inspirierenden Rätselhaften an diesen Gedichten. – Mein
Gegenstand ist die in ihnen erkennbare soziale Konstellation, was sich auch in meiner Übersetzung niederschlägt, die ich letztmalig überarbeitet habe. Der soziale Aspekt hat in Deutschland selten Beachtung gefunden (z.B. bei
SCHLÖSSER, S. XII, XIII, XV). Ja, ich bitte den geneigten Leser, sich auf ebendiese Blickrichtung einzulassen.
Harald Linke
Er arbeitete als Direktor der Erweiterten Oberschule "Dr. Theodor Neubauer” in Chemnitz und leitete das Bildungswesen in einem der Chemnitzer Stadtbezirke. Eingetreten in den Ruhestand, befasste er sich intensiv mit Shakespeares Sonetten und legte mehrere Fassungen deutscher Übersetzung dazu vor; hier die letztmalig überarbeitete. Er ist Mitglied des 1. Chemnitzer Autorenvereins e.V. und vielseitig an den Publikationen des Vereins beteiligt.
William Shakespeare Sontte soziale Aspekte