Es ist das Verdienst von Gunther Klosinski, mit seiner Epigramm- Sammlung uns Lesern nicht nur exquisiten Lesegenuss, Hintergründiges, Schmunzelndes, Trauriges und Boshaftes zu liefern. Sondern darüber hinaus zu beweisen, dass die Schärfe des Denkers zunimmt, je tiefer er in die Wörter eindringt, je schärfer er selektiert, je ausdauernder er wägt und so die Sprache von allen Schlacken bereinigt. Gunther Klosinski beweist auch mit diesem Band seine Meisterschaft des lakonischen Dichters – einer Tugend, die angesichts einer kakophonischen Welt des Belanglosen, Lauten, Schrillen, Unwichtigen da draußen immer wichtiger, immer seltener und darum um so kostbarer wird. Seine Worte treffen. Jeden von uns, der sie liest und wägt. Weil sie ohne Umwege mitten ins Herz gehen. Wie schreibt Klosinski selbst treffend – es sei erinnert? „Die Worte im Epigramme / stehen ungern lange Schlange“. –Christoph Fasel
Gunther Klosinski
Gunther Klosinski, Prof. i. R. Dr. med.
1945 geboren in Wüstenrot / Kreis Heilbronn
1945 – 1965 Kindheit und Jugend in Wüstenrot, Grötzingen und Nürtingen
1964 Stipendium des Gymnasiums Nürtingen zum Besuch der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg („Schule des Sehens“ von Oskar Kokoschka)
1965 Abitur
1965 – 1967 Bundeswehr und Ausbildung zum Sanitäter
1967 – 1973 Studium der Humanmedizin, Universität Tübingenseit
1972 Aktives Mitglied des Künstlerbundes Tübingen e.V.
1973 Promotion
1973 – 1981 Facharztausbildungen: Arzt für Kinder - und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ausbildung zum Psychodramatherapeuten
1984 Habilitation an der Med. Fakultät der Universität Tübingen (Thema: Psychologische und psychodynamische Aspekte religiöser Konversion zu Neureligiösen Bewegungen am Beispiel der Neo - Sannyas - Bewegung. Eine Vergleichsstudie bei der Neo - Sannyas- Bewegung und der Gesellschaft für Transzendentale Meditation.)
1986 – 1990 Ordinarius für Kinder - und Jugendpsychiatrie an der Universität Bern Mitglied des „Salon Médecin“ (Malende Ärzte der Schweiz)
1990 – 2010 Ordinarius für Kinder - und Jugendpsychiatrie an der Universität Tübingen bis zur Emeritierung
Seitdem vermehrte literarische und künstlerische Tätigkeit sowie Gutachtertätigkeit im Bereich Familienrecht. Mitherausgeber der Zeitschrift „Musik -, Tanz - und Kunsttherapie“.Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Schriftstellerärzte.
Seit 1964 Zahlreiche Einzel - und Gruppenausstellungen im In - und Ausland
Seit 1976 Jährliche Beiträge im Almanach Deutscher Schriftstellerärzte
Epigramme Facettenreich Glaube Kurzwahrheiten Relgion Zweifel