DISCOVERING THE UNEXPECTED
zu bestellen bei:
Institut für Entwerfen und Raumkomposition
Prof. Volker Staab
Pockelsstraße 3
38106 Braunschweig
Germany
iad@tu-bs.de
Das vorliegende Buch dokumentiert den kreativen Schaffensprozess
des experimentellen Entwurfsformates MEX am Institut für Entwerfen
und Raumkomposition der TU Braunschweig aus den Jahren 2012-2017.
Architektur integriert Disziplinen aus vielen verschiedenen Fach-
bereichen und sollte daher im akademischen Rahmen entsprechend
offen sein für das Experimentieren mit unterschiedlichen Heran-
gehensweisen. Der MEX bietet den Studierenden die Möglichkeit -
neben der Vermittlung raumkompositorischer Gestaltung - neue
Arbeitstechniken und Entwurfsansätze zu testen und zu vertiefen.
Entsprechend steht dabei im Fokus das Finden, Untersuchen
und Kontrollieren individuell definierter Methoden für das
architektonische Arbeiten. Auf der Suche nach einer persönlichen
Positionierung werden dabei sowohl die komplexen Randbedingungen
der Gebäudeplanung, zeitgemäße Bearbeitungstechniken, als auch die
konzeptionelle Schärfe des Entwurfsprozesses gleichermaßen berücksichtigt.
Das architektonische Entwerfen ist in seinen Bedingungen, Anforderungen
und Zielen außerordentlich vielschichtig. Nicht selten führt die
intensive Beschäftigung mit einem Entwurf, einer Aufgabenstellung
zu der Entdeckung, dass der Ort, das Haus und seine Programmatik
noch ganz andere Themen bereithalten oder Fragen aufwerfen, die
den konzeptionellen Schlüssel zu einer Entwurfslösung liefern können.
Die Suche nach dieser erweiterten Aufgabenstellung und somit die
Neufindung der Aufgabe steht deshalb am Beginn des Entwurfs. Sie
beschränkt sich nicht auf städtebauliche und funktionale
Fragestellungen, sondern umfasst vor allem auch die sozialen,
geschichtlichen und kulturellen Aspekte eines Projektes.
Im MEX nehmen wir eine Verschiebung der Gewichtungen und Prioritäten
vor, die ein durchaus radikales Neudenken erfordert. So steht etwa
die atmosphärische Qualität von Anfang an im Zentrum,
Erschließungswege werden nicht ökonomisch bemessen, sondern
raumdramaturgisch entfaltet.
In dieser noch nicht formierten Wildnis liegt aber zugleich das Wagnis,
auf das sich die Studierenden einlassen, mit dem sich die Möglichkeit
eröffnet, Räume und Raumkonstellationen zu entdecken, die man nicht
im Vorfeld bereits antizipiert hat. Uns interessiert daher besonders
der Lösungsweg und der Prozess mit all seinen Facetten und entwer-
ferischen Potentialen.
Auf dieser Reise sind vor allem diejenigen Haltungen interessant,
die sich in einer Zwischenposition bewegen, die sich der digitalen
Innovation weder verschließen noch sich ihr bereits vollständig und
unkritisch verschrieben haben. Eine Position beschränkt dabei bewusst
den Kompetenzbereich des Computers und nutzt dessen Möglichkeiten,
wo sie ihr dienlich erscheinen. Eine andere bewertet das
Herrschaftsverhältnis umgekehrt: Sie geht von einer Wirklichkeit
aus, die wesentlich von Computern und Medien beherrscht wird und
stellt sich der Unübersichtlichkeit der Situation, indem sie spielerisch
digitale und analoge Techniken ins Feld führt, die sich wechselseitig
beeinflussen und unvorhersehbare Synergien erzeugen.
Prof. Volker Staab
Julian Busch
Torsten Bodschwinna
-> zu beziehen unter http://buch.one/buchhandlung/
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Prof. Volker Staab
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Experimentelles Entwerfen
Volker Staab
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