Produzierende Unternehmen befinden sich in einem zunehmend globalen Wettbewerb, der auch ein gesteigertes Mitentscheidungsrecht des Kunden mit sich bringt. Oftmals bestehen von Kundenseite gesteigerte Anforderungen an ein Produkt, jedoch ohne eine klare Vorstellung von diesem zu haben, was über die Zeit zu Änderungen führen kann. Unternehmen müssen sich daher bereits zu Projektbeginn mit unbekannten oder über den Projektverlauf ändernden Anforderungen auseinandersetzen.
Die typischerweise eingesetzten, plangetriebenen Entwicklungsansätze stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Erfolg
versprechend scheinen hingegen die in der Softwareentwicklung bereits erfolgreich eingesetzten agilen Vorgehensweisen.
Aufgrund unterschiedlicher Restriktionen in der Entwicklung mechatronischer Produkte lassen sich diese jedoch nicht ohne
weiteres übertragen.
In vielen Unternehmen diverser Branchen haben agile Entwicklungsmethoden und -prozesse über einzelne Leuchtturmprojekte bereits Einzug erhalten. Die Operationalisierung der Ansätze und deren Roll-out in Unternehmensstrukturen mit bestehenden Prozessen stellt jedoch viele Unternehmen vor Herausforderungen.
Im Rahmen zweier Benchmarking-Studien identifizierten das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT systematische, zielgerichtete und allgemeingültige Lösungsansätze für die
erfolgreiche Anwendung agiler Prinzipien in der Produktenwicklung produzierender Unternehmen. Die entsprechenden Erfolgsfaktoren werden in dem vorliegenden Whitepaper vorgestellt.
Agile Inovation Werkzeugbau Produktentwicklung