Mit ihrer Mittelformatkamera nimmt uns Ann-Kathrin Müller mit auf die Reise zu einer scheinbar aus der Zeit gefallenen seismologischen Messtation irgendwo im Osten Deutschlands. Die Schwarz-Weiß-Fotografien, die das Innere der Station und die menschenleere Umgebung zeigen, beschwören eine diffus gespenstische Atmosphäre herauf. Begleitet von Judith Engels kurzen Prosa-Stücken entsteht ein lückenhafter Dialog zwischen Bildern und Texten, in dem die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fakt und Fiktion verschwimmen. Im Setting dieser undurchsichtigen Welt befragt „Das Signal” die Eindeutigkeit rein rationaler und wissenschaftlicher Weltanschauungen und stößt dabei immer wieder auf ein Phänomen, das sowohl die Wissenschaft wie auch die Fotografie auf ihrer Suche nach Evidenz begleitet: Unschärfe.
Limitiert auf 160 signierte Exemplare
Ann-Kathrin Müller
Ann-Kathrin Müller lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie studierte an der Staatlichen
Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war Meisterschülerin bei Ricarda
Roggan.
An der Universität Stuttgart studierte sie Politikwissenschaft. Im Zentrum
ihrer
Arbeit steht das fotografische Bild als Sinn produzierende Instanz. Ihre künstlerische
Forschung untersucht das Spannungsfeld von Architektur, Design
und Gesellschaft.
2017 erhielt sie das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds
Bonn. Ihre
Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart, in der Staatlichen
Kunsthalle Baden-Baden und im EIGEN+ART Lab Berlin ausgestellt. Ihre Arbeiten befinden
sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland und der Schweiz.
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