Crauss vollführt eine Spurensuche. In den Schnörkeln barocker Sprache findet sich Der Junge: Wald, Badende, Strand – die Idyllen bergen stets erotisches Begehren. Ob es die Projektion des eigenen Ichs in die Vergangenheit ist oder ein aufgefundenes Bild, Crauss' Idyllen wirken so klassisch wie digitale Fotos in Technicolor oder Schwarzweiß mit Sneakern. Es sind Gedichte, bei denen man sich am Ende weniger fragt, auf welches Foto oder Ge- mälde sie sich beziehen könnten, sondern auf welches Tool bei Photoshop.
CRAUSS
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