Vorwort des Verlegers
Altea, Montemolar ist der Ort, der für mich den Beginn meiner malerischen Laufbahn 1979/80 bedeutet. Altea, ein ehemals romantischer Flecken in der PROVINZ von Valencia an der Costa Blanca, wurde von Künstlern wie Reich an der Stolpe, Eberhardt Schlotter, meinem Freund Gustav Ahlberg, siehe Foto und anderen entdeckt und ist heute ein „internationales“ El Dorado für Licht und Sonnenhungrige.
Für mich werden die jetzt vor mir liegenden 3 Monate vor allem ein Frühling im beginnenden deutschen Winter bedeuten. Es bedeutet außerdem einen extraordinären Schub im Sinne eines zusammenhängenden Werkblocks; welcher Teil meines Alterswerkes ist und unter dem Titel ALTEA, eine Ode an diesen Landstrich in der kleinen Stadt, die sogar eine eigene Kunsthochschule unterhält, Museen und ein internationales Musikinstitut.
Im Anschluss an diese Einführung erhält Wilhelm Pinder Gelegenheit, mit seinem Essay: DIE DICHTUNG UND DIE TECHNAI, seinen wissenschaftlichen Beitrag, quasi als Vorrede zu den Sonetten an Orpheus von Rainer Maria Rilke zu geben. Die Sonette Rilkes, „illustrieren“ ihrerseits vollumfänglich meinen Werkkomplex „Arbeitsbericht Altea“, Nov. 2014 - Ende Jan. 2015. Auch wenn es vermessen klingen mag, die Sonette Rilkes stellen eine eminente Herausforderung an das hier vorliegende Sauersche Malerbuch, der ich mich mit Verve rigoros stelle. Insofern ein deutscher Poet der Weltliteratur wie Rilke, sich mit einem “Malerpoeten” des 21. Jahrhunderts in vielschichtigen Verbindungen trifft, ist diese Offenbarung in der Europäischen Kulturlandschaft einzigartig; stellt dieses Sauersche Malerbuch kontextbasierte Kulturwerte in ein poetisch/theoretisches Umfeld, das die Künste als zusammengehörende Einheiten begreift, zu der ich auch die Wissenschaften zähle.
Rainer Maria Rilke
Ich bin nicht der Ansicht, die Pinder im Zusammenhang mit den allgemeinen Künsten und hier im Besonderen der Malerei vertritt;?Wenn Pinder im Sinne des Intellektes als irrtümlichem Begriff das Geistige als (Glaubens)-Begriff verwendet so ist das im 19. Jahrhunderts statthaft. Im 20 und im 21. Jahrhundert, dem ich mich verpflichtet fühle, konstatiere ich „schwebende Zusammenhänge“ insofern der „Geist“ des Menschen seine sich selbst gegebene Verfassung auch des so genannten allgemeinen Menschen mit seinen Sprachmitteln die Welt/seine Welt nicht nur abbildet sondern als kreativer, prägender Organismus, mit seinen Organisationen verschmilzt und das organische hier besonders herauszustellen ist. Insofern sind alle Sprachen des Menschen und durchaus auch der Tiere Denkformen das sich vielschichtiger Ausdrucksformen bedient.Alles trennende ist, wie Buchstaben, Sprachfetzen, Töne, Bilder, durch das darin eingeschlossene Vermögen von Möglichkeiten zu ergreifender Verwandlung und Konstituierung wertvoll vor allem dann, wenn unsinnige Schranken zwischen Menschen durch Empathie und Interesse überwunden werden. Organon, der Leib des Menschen ist Sprache: „denn was Innen, das ist Außen“. Goethe
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