Seit Anfang der 2000er Jahre gewinnen Fahrerassistenzsysteme verstärkt an Bedeutung. Sie sollen den Autofahrern zukünftig sowohl mehr Sicherheit als auch mehr Komfort bieten. Letztlich zielen all die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Automobil- und Technologiekonzerne rund um die Fahrerassistenzsysteme auf die Einführung autonomer Fahrzeuge ab. Seit dem Eintritt Waymos 2009 in die Entwicklung automatisierter Fahrzeuge sowie dem verstärkten Aufkommen von App-basierten Mobilitätsdienstleistern wie Uber, Lyft & Co. Anfang der 2010er Jahre in den USA hat sich das Entwicklungstempo bei den Fahrerassistenzsystemen massiv erhöht - und ein regelrechter Wettbewerb um die Markteinführung des ersten autonomen Fahrzeugs entwickelt.
Was sagt jedoch der Kunde zu diesen Entwicklungen? Inwiefern ist er bereit für diese technologischen Neuerungen bzw. fordert er gar autonome Fahrzeuge? Aufgrund der medial aufgeheizten Berichterstattung und der euphorischen Ankündigungen der Automobil- und Technologiekonzerne haben es sich die Autoren dieses Buches zur Aufgabe gemacht, mehr Realismus in die gesamte Diskussion zu bringen. Dazu zeichnen sie in einem historischen Abriss die Entwicklungslinie des autonomen Fahrens nach und zeigen in groben Zügen den aktuellen Entwicklungsstand sowie vereinzelt Zukunftsvisionen der wesentlichen Marktakteure auf. Besondere Aufmerksamkeit wird jedoch den Einstellungen und Präferenzen der zukünftigen Nutzer hinsichtlich des automatisierten bzw. autonomen Fahrens gewidmet. Neben einer Bestandsaufnahme, ob der Kunde überhaupt autonomes Fahren möchte, wurde untersucht, welche Nutzenkomponenten er am meisten schätzt und wie der Markteinführungsprozess - unter Berücksichtigung der Kundenpräferenzen - am besten ausgestaltet sein sollte. Darauf aufbauend wurde eine Reihe von Vorschlägen und Handlungsempfehlungen entwickelt, mit welchen Methoden die Adoptionsgeschwindigkeit und Diffusion des autonomen Fahrens durch intelligente Aktivitäten seitens der Automobilindustrie erhöht werden können.
Stefan Wengler
Dr. Stefan Wengler ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Hof. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Ausgestaltung und dem Management von Geschäftsbeziehungen auf Business-to-Business-Märkten und dabei insbesondere auf der Zusammenarbeit in unternehmensübergreifenden Wertschöpfungspartnerschaften. In den vergangenen 15 Jahren entwickelte sich zudem die Digitalisierung zu einem immer wichtigeren Bestandteil seiner Forschungsarbeit, da sich aufgrund der digitalen Transformation verstärkt Fragen nach einer effizienteren und effektiveren Zusammenarbeit und Geschäftsabwicklung in diesen (horizontalen und vertikalen) Wertschöpfungsnetzwerken sowie nach zukunftsorientierten Geschäftsmodellen stellen. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit berät er Unternehmen in der Produkt-, Innovations- und Marktentwicklung.
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