Well A scheene Leich

A scheene Leich

von

Grabredner: Gerhard Polt

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Beschreibung

Bairische Lieder vom Tod Dieser reiche Liederschatz ist den Geschwistern bis heute, bei den Wellküren und den Well-Brüdern, Fundus und Quelle für ihre Musikkabarett-Programme. Allein die Beerdigungslieder, die so wunderschön sind, führten da verständlicher Weise ein Schattendasein. Beim Sterben hört schließlich der Spaß auf. Mit „A scheene Leich“ haben die sechs Geschwister nun ihren ganz persönlichen Kanon traditioneller, bairischer „Lieder vom Tod“ aufgenommen und festgehalten – für sich selber und für alle, die der Alternativlosigkeit der immer gleichen „Musik vom Band“ der Aussegnungshallen etwas entgegen setzen möchten. Grabreden von Gerhard Polt Wer, wie die Wells, von klein auf mehrere Beerdigungen pro Jahr auf zumeist ländlichen Friedhöfen musikalisch begleitet, dem fällt dabei eines immer wieder auf: die Unfähigkeit des Menschen, seiner Trauer, seinen Gefühlen und der Situation angemessene Worte zu finden. Angesichts der Monströsität des Todes ist der Mensch wortlos. Und dennoch erwarten das Ritual, die Trauergemeinde, der Brauch Worte; wenn möglich sogar große Worte der Trauer, des Gedenkens und des Trostes. Und hier entsteht – neben aller Andacht – etwas, das angeblich gar nichts auf einem Gottesacker verloren hat: Komik. Die Geschwister Well konnten ihren Freund, Gerhard Polt, dafür gewinnen, im Gedenken an und stellvertretend für alle Vereinsvorstände, Würdenträger, Dorfbürgermeister, Feuerwehrler und sonstige Grabredner, diese Wortlosigkeit, die Worthülsigkeit, das verzweifelte Versteigen in abstruse Satz-und-Sinn-Gebilde nachzuempfinden.

Autor*in

Geschwister Well
2012 entschlossen sich die Wellküren Moni, Burgi und Bärbi sowie Christoph und Michael von der Biermösl Blosn mit Bruder Karl zu einem gemeinsamen Seitenprojekt: Die Geschwister Well, sechs der 15 Kinder aus der Volksmusikantenfamilie Well, bildeten die neue „Super Group des bayerischen Musikkabaretts“ (SZ). Ihr Debüt „Fein sein, beinander bleibn“ unter der Regie von Franz Wittenbrink feierte über drei Spielzeiten Erfolge an den Münchner Kammerspielen. Im Januar 2015 starb ihre Mutter, Gertraud Well, im Alter von 95 Jahren. Sie hatte die Geschwister auch auf der Bühne noch bis zuletzt begleitet. „A scheene Leich“ ist auch eine Reminiszenz an sie. Weitere Infos unter: www. geschwister-well.de

Themen in »A scheene Leich«

Beerdigung Biermösl Blosn Grabreden Kabarett Polt Satire Wellküren

Stimmen zu »A scheene Leich«

Details

ISBN: 9783945395073
Verlag: Kennen
Erscheinung: 09.10.2015

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