»Dieses Buch ist keine Kritik der Arbeit. Es ist eine Kritik an der Tyrannei, zu der sie sich über unser Leben aufgeschwungen hat. Eine Kritik an der Fantasielosigkeit, die unsere Gesellschaft infiziert hat, so dass sie sich ein Leben jenseits der Arbeit gar nicht mehr ausmalen kann.«
Ulrich Renz weiß, wovon er spricht: Mit leidenschaftlichem Tatendrang stürzt er sich zunächst in seine neuen beruflichen Aufgaben als Verlagsleiter, arbeitet hart, macht Karriere. Irgendwann aber werden Leistungs-und Termindruck immer übermächtiger und beginnen allmählich, die ursprüngliche Freude an der Arbeit zu überlagernverdrängen. Er hat sich mit ganzer Leidenschaft in seinen Beruf gestürzt und Karriere gemacht. Bis ihn dDie Erkenntnis trifft wie Renz schließlich wie ein Schlag: Er hat immer nureinwandfrei funktioniert, aber darüber den Kontakt zu seinen Liebsten und zu sich selbst verloren. Hat er sich so seinIst das das Leben, das er sich Leben vorgestellt hat?
Der Ausstieg soll den Befreiungsschlag bringen, aber statt Glücks- und Freiheitstaumel lernt Renz zunächst die Angst vor der Leere kennen. Auf der Suche nach seinem neuen Lebensweg beginnt er, intensiv über Werden und Wirken eines Tyrannen namens Arbeit nachzudenken …
Arbeit bestimmt unser ganzes Dasein. Aber warum hat es die Arbeit so leicht, sich in unserem Leben so unverschämt breitzumachen? Warum lassen wir es zu, dass unser eigener Plan vom Glück an die Wand gedrückt wird? Warum sitzen wir der Wahnvorstellung auf, dass es Glück, Erfüllung und Anerkennung nur über Arbeit gibt?
Die Glaubensgewissheiten der Leistungsgesellschaft sind inzwischen so fest in die Hirne einbetoniert, dass wir sie bedenkenlos an unsere Kinder weitergeben: Ihr Spiel soll sinnvoll sein, wir »fördern« sie und merken gar nicht, dass wir ihnen ihre Kindheit nehmen, indem wir sie zu Hoffnungsträgern auf dem Arbeitsmarkt machen. Auf kluge, raffinierte Art hinterfragt Ulrich Renz die Ideologie der Arbeit – ein genussvoller Erkenntnisgewinn, eine leidenschaftliche Gesellschaftskritik. Aber auch ein Anstoß, das eigene Leben zu überdenken: Renz macht Mut und Lust zu einem Rendezvous mit den eigenen Träumen.
Ulrich Renz
Ulrich Renz wurde 1960 in Stuttgart (Deutschland) geboren. Studium der französischen Literatur in Paris. Medizinstudium in Lübeck, danach Leitung eines wissenschaftlichen Fachverlages. Heute arbeitet Renz als freier Publizist, neben Sachbüchern und Wissenschafts-Reportagen schreibt er Kinder- und Jugendbücher.
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"Ein kluges und informatives Buch ... pointiert geschrieben ... hervorragend recherchiert."
(ZEIT online)
"Beeindruckend!" (Ildikó von Kürthy in Brigitte)
„Glasklar und sehr unterhaltsam … ein absoluter Volltreffer!“
(Magazin Roter Reiter)
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