Als Kriminalhauptkommissar Hoewede die Leitung der SoKo Bürkle übernimmt, ahnt er noch nicht, dass er vor dem kompliziertesten Fall seiner langjährigen Laufbahn bei der Frankfurter Kriminalpolizei steht. Der Liechtensteiner Rechtsanwalt Dr. iur Wolfgang Bürkle war ermordet in seinem Hotelzimmer in Frankfurt aufgefunden worden. Da Raubmord als Motiv ausschied, stellte sich die Frage nach dem Hintergrund des blutigen Geschehens.
Der Tote war ein angesehener Anwalt und betrieb eine gut gehende Kanzlei im Steuerparadies Liechtenstein. Wie die Ermittler recherchieren konnten, bestand die ein wesentlicher Teil der Tätigkeit des Anwalts darin, Unternehmen einen steuerlich günstigen Unternehmenssitz in Vaduz anzubieten und deren Geschäfte im Ausland, zumeist innerhalb der Europäischen Union zu fördern. Dass darunter auch einige dubiose Firmen waren, die in Geschäfte in Deutschland mit sogenannten Schrottimmobilien verwickelt waren, stellen die Beamten eher zufällig fest.
Als ein weiterer Jurist, ein sogenannter Mitternachtsnotar in Berlin mit der gleichen Waffe wie Bürkle ermordet wird, stellen sich den Ermittlern immer neue Fragen nach den personellen und geschäftlichen Zusammenhängen. Die aufwendigen und intensiv geführten Ermittlungen legen den Verdacht nahe, dass die beiden Morde mit einem der größten Schrottimmobilienskandale der Bundesrepublik zu tun haben könnten und führen auf die Spur einer nahezu perfekt geführten, international organisierten, kriminellen Vereinigung, in deren Zentrum in Deutschland einer der reichsten Bürger Frankfurts steht.
Die Beamten vermuten, dass der Täter in den Reihen der Opfer der Betrügereien mit Schrottimmoblien zu suchen ist. Da wird in Erfurt ein weiterer Toter gefunden.
Adrian Greifenstein
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