Wie sollte ich nicht meinem Leben dankbar sein? Und so erzähle ich mir mein Leben. (Fr. Nietzsche)
Nietzsche gibt in dieser späten Schrift eine Beschreibung der bedeutenden ‚Züge seiner Natur‘ in enger Zusammenschau mit seinen Schriften. Er erfüllt damit (zunächst aus eigener Sicht) seine Forderung, das Denken eines Philosophen im Wesentlichen auch aus seinem Zustand zu verstehen – und er wünscht sich selbst die gebotene Respektlosigkeit seiner ‚späten‘ Leser: den unverstellten Blick auf seine eigenen ‚Ideale‘, Attitüden und geistigen Posen: Und warum wollt ihr nicht an meinem Kranze rupfen?
Zurecht gilt der Stil, insbesondere des Ecce homo, als Maß für die deutsche Sprache. Was kümmern da die groteske Selbstapotheose und überzogene aristokratische Gebärde – für dieses Buch braucht man einen guten Humor:
„Hört mich! Denn ich bin der und der! Verwechselt mich vor allem nicht!“ (Fr. Nietzsche)
Friedrich Nietzsche
Friedrich Nietzsche Nietzsche Selbstbiografie