Die weitreichendste Beachtung als regionale Landschaftsbezeichnung fand der Lechrain durch die 1855 erschienene volkskundliche Dokumentation »Aus dem Lechrain« von Carl Freiherr von Leoprechting. Darin werden das bäuerliche Brauchtum, aber auch der spezifische Volksglaube dieses eigenwilligen Landstrichs geschildert. Weit über die Grenzen der Region hinaus ist deshalb der Reichtum an Sagen und Mythen aus dem Lechrain bekannt geworden.
Hojemännlein, der Goggolori, das Wilde Gejäg, Hexen, Geistererscheinungen und Räuberbanden haben den Landstrich geprägt, der im wesentlichen den Landkreis Landsberg am Lech repräsentiert. Trotz des schleichenden Rückzugs der regionalen Eigenheiten in Sprache und Brauchtum ist der Lechrain immer noch eine kulturell und historisch besonders geprägte Landschaft und kann von den umgebenden Regionen (Allgäu, Oberland) abgegrenzt werden.
Die Anthologie enthält 15 spannende Kriminalgeschichten mit Bezug zur Sagenwelt des Lechrains. Urheber dieser sagenhaften Kriminalfälle sind die Preisträger des Landsberger Autorenwettbewerbes 2016. Sie wurden von einer durch die Stadt Landsberg initiierten Jury aus einer Vielzahl von Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt.
Aufgewertet wird das Werk durch 24 eindrucksvolle Schwarzweiß-Aufnahmen namhafter Fotografen. Diese zeigen neben Szenen aus den Kurzkrimis auch schöne Orte aus dem Landkreis Landsberg.
Als Zuckerl obendrauf gibt es auch eine Zusammenstellung der im Buch kolportierten Sagen aus dem Lechrain. Die schriftlichen Quellen sind in der Regel nur mehr über Antiquariate erhältlich und liefern dem interessierten Leser eine Möglichkeit, sich näher mit den Lechrainsagen auseinanderzusetzen.
Dagmar Holler
Jahrgang 1962
Krimi-Anthologie Landsberg am Lech Lechrain Liccaratur-Verlag Sagen und Mythen Sagenhafte Verbrechen
„Wenn in Raunächten das wilde Gejäg herbeidonnert, Hojemännlein ihr Unwesen treiben oder das schwarze Pferd mit Augen wie glühende Kohle auf seine Opfer losgeht, dann sind dies die richtigen Motive für Liebhaber schaurig - düsterer Sagengeschichten, deren Eindringlichkeit durch ihre räumliche Verortung bei uns im Lechrain noch an Intensität gewinnt.“
Sigrid Römer-Eisele, Redaktionsleitung Jezza! Magazin für Ammersee, Amper und Lech
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„Wilde Jagden, schwarze Geisterpferde, Hojemännlein und Kobolde. Mit Spannung und wohligem Schaudern las ich die Geschichten über die dunklen Seiten dieser schönen Gegend.“
Robert Reuter, Filialleitung Osiandersche Buchhandlung GmbH
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„ ... Er fand sein schauriges Grab in der Teufelsküche. Wer ist dafür verantwortlich? Etwa der Goggolori, das Issinger Schlossfräulein, das Hojemännlein, oder gar der Engel von Rott? Sagenhafte, gespenstisch schöne Geschichten zwischen Ammersee und Lech ... „
Thomas Eichinger, Landrat des Landkreises Landsberg am Lech
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