„Ums Verstehen, das wir zu verlangen uns gern unterstehen, geht’s nicht. Dafür fragende Fragmente, wirbelnde Wirren, ätzende Fetzen, blitzende Einblicke, abrupte Ruppigkeiten, verzwickte Verdichtung – je nach Last und Laune.“
Fritz Senn
Nach Arcimboldo, Jean-Jacques Rousseau und seinem Einfluss auf die Französische Revolution, nach Hegels Phänomenologie des Geistes, nach Husserl, Heidegger, nach Wagner, Mondrian, Malewitsch, Duchamp, Picasso, Hitler und dem Zweiten Weltkrieg, den UNO-Menschenrechten, nach Friedrich Mieschers Entdeckung der „Nuclein“-Substanz 1869, James Watsons und Francis Cricks Beschreibung der DNA 1953, nach Peter Higgs’ „Gottesteilchen“ und vielem anderen stellt sich Lee die Frage: Was ist der Körper von Alchemie, Kultur, Glauben und Fortpflanzung? Transplantation, Spekulation, Börsenkurs (Geschäftsleben der mittelalterlichen
Familie van der Beurse) oder Stammzellen-Wirtschaft? Unser Körper wird in Lees Gedichten zur Weltkarte
der Worte – und diese zum Daumen, an dem das weinende Kind heimatsuchend lutscht.
Kati Muggler
Lawrence Lee
Lawrence Lee (Khui Fatt), Kunstmaler, geboren in Borneo, heute Schweizer, lebt in Aarau, Hauptstadt des von Napoleon Bonaparte gegründeten Kantons Aargau.
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